Spagat zwischen Beruf und Familie

Partnersteinverleihung mit Ilse Aigner

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Ilse Aigner kam nach Vierkirchen, um den Preis an das Unternehmen Micro Nova zu vergeben.

Vierkirchen - Ilse Aigner übergab den Preis und lobte die Möglichkeiten der Firma Micro Nova.

Familie und Beruf miteinander zu verbinden ist für viele Arbeitnehmerinnen ein schwieriger Spagat. 

Nicht so bei dem Unternehmen MicroNova AG für Software- und Systementwicklung in Vierkirchen. Für das vorbildliche Engagement zeichnete die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, die Firma bei einer Feier mit rund 60 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik mit dem 15. Partnerstein aus. Der Preis ging an die Frauenunion, die Christlich-Soziale Arbeitnehmer-Union und die Mittelstandsunion Dachau für ihre Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Als von Fremdfinanzierung und kurzfristigem Shareholder-Value-Blick unabhängiges Unternehmen bietet MicroNova, was allen Berufstätigen derzeit am wichtigsten sei, erklärte Orazio Ragonesi, Vorstandsvorsitzender von MicroNova: sichere Arbeitsplätze und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 

Dazu zählen: flexible Arbeitszeitgestaltung, Gleitzeit Vertrauensarbeitszeit, Elternzeitregelungen, Horne Office, Sabbatical, Sonderurlaubsregelungen und Teilzeitangebote. Die Teilzeitquote liege bei 22 Prozent und werde auch von den männlichen Mitarbeitern sehr gut angenommen: „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Wir leben unsere Unternehmenskultur, die auf kooperativem Miteinander basiert,“ erklärte Ragonesi, bei der Verleihung. Die soziale Komponente habe der Firmengründer und –inhaber Josef Karl gelegt. MicroNova baute er 1987 vom Ein-Mann-Betrieb zu einem erfolgreichen High Tech –Unternehmen mit 280 Mitarbeitern an neun Standorten in Deutschland und Tschechien auf. Derzeit werden rund 40 weitere Mitarbeiter gesucht. 

Die langfristige Perspektive ist mit der Unternehmensnachfolge durch Karls Sohn Maximilian gesichert. Der Frauenanteil beträgt im technischen Bereich 27 und bei zentralen Funktionen 57 Prozent. Nach Ragonesi bietet die Firma auch eine Altersvorsorge mit einem freiwilligen 50 Prozent-Zuschuss an. Großer Wert wird außerdem auf Angebote zur fachlich-persönlichen Weiterentwicklung und Karriere der Mitarbeiter gelegt. 

Dementsprechend fiel das Lob der Festredner Anneliese Kowatsch, Kreisvorsitzende der FU Dachau, Christine Unzeitig, Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion Dachau und Gabriele Gerstl, stellvertretende Kreisvorsitzende der CSA Dachau, bei der Auszeichnung aus. „Familienpolitik ist Zukunftspolitik“, plädierte Unzeitig. Gerstl sprach von „vorbildlicher Work-Life Balance“. 

Und Aigner hob die große Bedeutung der mittelständischen Unternehmen für die Wirtschaft hervor. „Hut ab vor dem großen Einsatz für die Mitarbeiter von MicroNova.“

Quelle: Dachauer Rundschau

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