Dachauer Politikerinnen fordern mehr Macht für Frauen.

Die Politik im Landkreis Dachau soll weiblicher werden

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Über Frauen in der Politik diskutierten (von links): Mechthild Hofner, Marianne Klaffki, Martina Purkhardt, Moderatorin Caroline Voit, Stephanie Burgmaier und Ursula Kohn.

Dachau - Doppelspitze mit Frau und Mann

Eine Doppelspitze mit einer Frau und einem Mann soll es bei allen Kreistagsfraktionen geben. Diesen Antrag stellten Kreisrätinnen aller Parteinen aufInitiative von Marese Hoffmann

Die Politikerinnen übergaben ihn jetzt bei einem „Ladies Talk“ unter dem Motto „Frauen Macht Politik“ in der Kulturschranne Landrat Stefan Löwl. Dort sprachen die Kreisrätinnen Stephanie Burgmaier (CSU), Marianne Klaffki (SPD), Martina Purkhardt (Freie Wähler), Mechthild Hofner (Ödp) und Ursula Kohn (Grüne), als Vertretung für Marese Hoffmann, über über ihre Wege in die Politik: Bei Burgmaier kam der Wunsch auf, die Heimat aktiv mitgestalten, nachdem sie einige Zeit woanders gelebt hatte. 

Klaffki sammelte Unterschriften für eine bessere Kinderbetreuung, Hofner engagiert sich bei einer Bürgerinitiative gegen eine Straße durch die Würm-Aue. Kohn und Purkhardt wurden gefragt, ob sie für den Gemeinderat kandidieren wollen. „Selbst wäre ich nie auf die Idee gekommen“, gab Ursula Kohn zu. Sie könne es nachvollziehen, wenn Frauen zunächst zögern: „Es ist kein Hexenwerk und man muss nicht in jedem Fachbereich alles wissen.“ Warum es trotzdem nicht mehr Politikerinnen gibt? „Frauen müssen gefragt werden, und zwar mehrmals“, appellierte Stephanie Burgmaier. Zudem sei es für Frauen oft schwieriger, den „Dreifach-Spagat“ mit Familie, Job und Politik zu meistern, erklärten die Politikerinnen. Aber: „Wir müssen alle Lebensperspektiven einbringen, um den Landkreis nach vorne zu bringen“, forderte Marianne Klaffki. 

Nicht immer sei es leicht, im Politikgeschäft Erfolge zu erzielen. Leidenschaft und eine gewisse Frustrationstoleranz seien unabdingbar, berichteten die Kreisrätinnen: „Das Feuer muss gut lodern, damit es auch Durst- strecken überdauert“, sagte Mechthild Hofner. Aufgeben käme nicht in Frage, waren sich alle einig. „Wir Frauen müssen weiter kämpfen“, forderte Martina Purkhardt und Stephanie Burgmaier machte am Ende der Diskussion einen Aufruf an die Frauen: „Vernetzt euch, und wenn sich die Chance ergibt, dann greift nach der Macht.“

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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