PI zieht zur BePo

Polizei bekommt neues Zuhause

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Noch am Heiligabend besuchte MdL Seidenath (rechts) die Polizisten in Dachau. Das Gebäude im Hintergrund wird nun bald Geschichte sein.

Dachau - Die Polizeiinspektion (PI) Dachau darf endlich umziehen, das gab MdL Bernhard Seidenath am Freitag bekannt.

Die PI bekommt einen Neubau auf dem Gelände der Bereitschafspolizei (BePo) in Dachau, links neben der Einfahrt der Wache. Auf dem bisherigen Standort an der Dr.-Höfler-Straße wolle der Freistaat Bayern im Anschluss Staatsbediensteten-Wohnungen errichten.

In einem Spitzengespräch im Bayerischen Landtag mit MdL Bernhard Seidenath, MdL Anton Kreitmair, Landrat Stefan Löwl, Florian Herrmann, Vorsitzender des Innenausschusses, Innenminister Joachim Herrmann und Finanzstaatssekretär Albert Füracker wurde dies beschlossen.

red

Bernhard Seidenaths Pressemeldung zum Umzug:

In der Folge wurden im Landratsamt in Dachau zusammen mit der Stadt Dachau, Landrat Stefan Löwl, den beiden Abgeordneten Seidenath und Kreitmair sowie Vertretern der staatlichen Hochbauverwaltung und der Immobilien des Freistaats Bayern die sich hieraus ergebenden insbesondere baurechtlichen Fragen erörtert: für den Neubau der PI am Marienplatz sowie für eine anschließende Wohnbebauung auf dem bisherigen PI-Grundstück an der Dr.-Höfler-Straße, dessen Eigentümer weiterhin der Freistaat Bayern bleiben wird. „Wir sind auch hier gute Schritte vorangekommen. Der Neubau der PI war ja schon lange Wunsch auch der Stadt Dachau, wie der frühere OB Peter Bürgel sowie auch der aktuelle OB Florian Hartmann stets betont haben. Wohnungen für Staatsbedienstete werden in der Metropolregion München und insbesondere in Dachau ja dringend benötigt. Es gewinnen deshalb alle Seiten“, betonte Seidenath: die Polizei, weil der neue Standort aus einsatztaktischer sowie aus organisatorischer Sicht – durch die Nähe zu Kfz-Werkstätten oder zur Kantine der BePo - Vorteile und Synergien hat eine Gebäudesanierung bei laufendem Betrieb die Beamten sehr belastet hätte, weil ein Gebäude errichtet werden kann, das den aktuellen Anforderungen einer modernen Polizeiinspektion entspricht und auch Erweiterungsoptionen enthält, die es am bisherigen Standort nicht gegeben hätte. Aber auch die Bürger im gesamten Landkreis Dachau, für die zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird. Das Grundstück auf dem BePo-Gelände, auf welchem der Neubau errichtet werden wird, ist sowohl aus sicherheitlichen Erwägungen wie auch aus historischen Gründen nur für eine polizeiliche Nutzung, nicht aber für eine Wohnbebauung geeignet.

Oberbürgermeister Florian Hartmann meint hierzu: „Die Stadt Dachau begrüßt diese Entscheidung, da hierdurch die schwierige Situation mit den sanierungsbedürftigen Gebäuden beendet wird. Darüber hinaus können für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst dringend notwendige Wohnung gebaut werden.“

Landrat Stefan Löwl erklärte: „Ich freue mich insbesondere für die Beamten unserer Polizeiinspektion, welche nun eine konkrete Perspektive für die Verbesserung der kaum mehr tragbaren räumlichen Zustände im bisherigen Dienstgebäude haben und mit dem Neubau auch den „Wunschstandort“ erhalten werden. Gerade aufgrund der Herausforderungen für die Polizei in einem Wachstumslandkreis wie hier in Dachau ist es wichtig, alle Synergien zu nutzen, damit möglichst viele Beamtinnen und Beamte für den Dienst am Bürger zur Verfügung stehen. Die Kombination mit dem dringenden Wohnungsbau rundet die gefundene Lösung ab. Ich bin dankbar, dass das nachhaltige Eintreten der Stadt, des Landkreises sowie unserer Abgeordneten am Ende zu dieser guten Entscheidung der verantwortlichen Minister geführt hat.“

MdL Anton Kreitmair betonte: „Durch den Neubau der PI Dachau am Standort der Bereitschaftspolizei ist aus organisatorischer Sicht die beste Lösung getroffen worden. Die Schaffung von neuem Wohnraum auf dem Gelände der alten PI ist für Dachau enorm wichtig. „

Jahrelang hatte sich der Stimmkreisabgeordnete Bernhard Seidenath zusammen mit allen politisch Verantwortlichen im Landkreis um diesen Neubau bemüht. „Ich bin guter Dinge, dass die Gremien, die nun befasst werden müssen, - des Landtags und der Stadt Dachau – zu guten Lösungen kommen und eine rasche Realisierung ermöglichen“, so Seidenath. Auch Löwls Vorgänger Altlandrat Hansjörg Christmann hatte sich vehement für eine Neubau-Lösung verwendet. Es wurden unzählige Briefe geschrieben und Gespräche geführt, Gutachten für einen Neubau oder eine Sanierung erstellt, städtebaurechtliche Gründe abgewogen und Synergieeffekte in Betracht gezogen. „Was lange gewährt hat, wird nun endlich gut“, lautete demnach Seidenaths Fazit.

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