Lebensrettung

Dein Freund und Lebensretter

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Für sein mutiges Eingreifen wurde Marco Swietza (Zweiter von links) von Ingo Flechsenhar (Dritter von links) von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft geehrt. Es gratulierten auch Christine Teichmann (links) sowie Hans Assenbrunner (rechts) von der Bepo.

Dachau - Junger Polizeianwärter der Dachauer Bereitschaftspolizei rettete 63-jährigen Mann vor dem Ertrinken.

„Meine Überzeugung ist es, anderen zu helfen“, sagt der junge Polizeianwärter der Dachauer Bereitschaftspolizei Marco Swietza (27). Deshalb hat er keine Sekunde gezögert, als im Herbst ein Mann in einem Baggersee zu ertrinken drohte. Swietza sprang ins Wasser – und rettete dem 63-jährigen das Leben. Jetzt wurde er dafür mit der Ehrennadel der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft ausgezeichnet. Es war ein windiger, frischer Tag, als Swietza gemeinsam mit seiner Freundin, seinem Bruder und dessen Freundin an einem Baggersee im unterfränkischen Kreis Haßberge war. „Wir waren wegen des schlechten Wetters die einzigen Besucher“, erinnert sich Swietza. Plötzlich bemerkte die Gruppe einen Mann, der einem Boot hinterher schwamm. „Er sah unsicher aus und hat auch auf unsere Zurufe nicht geantwortet“, sagte Swietza. Mit seinen Begleitern lief der 27-Jährige näher an den Mann heran. „Plötzlich ist er untergegangen“, erinnert er sich. „Ich habe nur noch seine Hände gesehen, dann war er weg.“ Swietza reagierte sofort: Er riss sich seine Kleider herunter und sprang in den See. „Mein Bruder hat mich zu der Stelle gelotst, ohne ihn hätte ich es nicht geschafft“, sagt er. Das Wasser war trüb, immer wieder tauchte der junge Polizist unter, um den Ertrinkenden zu suchen. 30 bis 40 Meter vom Ufer entfernt spürte er schließlich die Hand und den Arm des Mannes. „Da war mir klar, dass ich ihn nicht mehr los lasse“, sagt er. Im Rahmen der Polizeiausbildung hatte er erst vor kurzem ein Wasserrettungstraining. So konnte er den Mann sicher ans Ufer bringen. Es war höchste Zeit: „Er war schon ganz blau im Gesicht, hat aber zum Glück noch geatmet“, erzählt Swietza. Der 63-Jährige hatte dank Marco Swietza Glück: Er überlebte den Unfall, ihm geht es wieder gut. Wie sich im Nachhinein herausstellte, wollte der Mann sein Boot, das der Wind vom Ufer auf dem See getrieben hatte, zurückholen. Dabei verließen ihn die Kräfte. Nach seiner Rettung hat er bei Marco Swietza angerufen und sich bedankt. „Wir haben noch Kontakt miteinander“, sagt Swietza. „Für mich ist selbstverständlich, dass ich wieder so handeln würde.“

cla

Quelle: Dachauer Rundschau

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