Polizisten hinter der Kamera

Polizisten hinter der Kamera

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Die Polizisten der Dachauer Inspektion werden zukünftig solche Körperkameras tragen, zum eigenen Schutz und zum Schautz der Bürger.

Dachau - Neue Körperkameras für die Polizeiinspektion Dachau sollen die Einsätze der Beamten transparenter machen und für mehr Schutz sorgen

Dachauer Polizisten werden im Streifendienst oder bei speziellen Einsätzen bald mit sogenannten „Body-Cams“ unterwegs sein. 

Die Körperkameras dokumentieren dabei die Geschehnisse bei Einsätzen und sollen für mehr Sicherheit für Beamte und Bürgern sorgen. In Bayern testetedie bayerische Polizei Body-Cams bereits seit November 2016 in München, Augsburg und Rosenheim. Zunächst war nur ein kleiner Teil der Beamten damit ausgestattet. Nun tragen auch die die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Dachau Körperkameras. Sechs „Cams“ sollen die Polizisten im Alltag und in kritischen Situationen unterstützen. Die Geräte sind bereits vorhanden und werden demnächst werden in der Praxis genutzt. „Vorher gibt es noch ein paar Schulungen“, erklärte Stefan Reichenbächer von der Dachauer Polizei. 

Die Polizisten tragen die signalgelben Kameras offen und deutlich erkennbar an der Uniform. Betreten sie eine Wohnung, müssen sie ausgeschaltet sein. Auch die Pre-Recording-Funktion darf nicht aktiviert sein. Dabei wird alle 30 Sekunden ein Speicher überschrieben. Die Sequenzen werden aber erst dauerhaft mitgespeichert, wenn die Polizisten die Aufzeichnungstaste drücken. In Privaträumen dürfen die Body-Cams nur bei einer dringenden Gefahr für Leben, Gesundheit oder Freiheit einer Person verwendet werden. 

Der Pilotversuch im Jahr 2016 bekam ein positives Fazit: „Die Hemmschwelle, Polizeibeamte anzugreifen, ist höher“, erklärte Michael Graf vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord. Auf diesen Effekt hofft auch die Dachauer Polizei: „Dass Polizisten bespuckt, getreten und gekratzt werden, ist leider auch bei uns Alltag“, berichtete Reichenbächer. Körperliche Widerstände und Beleidigungen seien im Streifendienst Normalität: „So ein Verhalten der Polizei gegenüber wird leider immer mehr“, sagte Reichenbächer. „Das ist nicht zu akzeptieren.“ Außerdem seien die Kameras hilfreich bei der Beweisführung vor Gericht. „Wenn das Geschehen aufgezeichnet wird, kann man im Nachhinein nichts mehr beschönigen.“

cla

Quelle: Dachauer Rundschau

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