1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Dachau

Projekt RiO des Franziskuswerk Schönbrunn feiert Einweihung 

Erstellt:

Kommentare

Das Gebäude mit 150 Wohneinheiten liegt nicht weit entfernt von den Riem-Arcaden.
Das Gebäude mit 150 Wohneinheiten liegt nicht weit entfernt von den Riem-Arcaden. © pri

Ein einzigartiges Projekt feierte - coronabedingt verspätet - Einweihung und Jubiläum zugleich: Seit einem Jahr wohnen 20 Menschen mit geistiger Behinderung in vier Wohngruppen mitten in München - im Projekt RiO in München Riem-Ost. Das Franziskuswerk Schönbrunn, eine der größten Einrichtungen für Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung in Bayern, hat hier eine neue gemeinschaftsorientierte, inklusive Wohnform geschaffen. 

Bereits im Jahr 2013 entstand im Franziskuswerk Schönbrunn die Idee, auch in München Wohn- und Assistenzangebote für Menschen mit Behinderung anzubieten. Das Projekt umzusetzen war nicht einfach. „Es ist in München ohnehin schwierig, eine Wohnung zu bekommen – für Menschen mit Behinderung ungleich mehr“, sagte Projektleiter Markus Kistenfeger vom Franziskuswerk Schönbrunn. Als großer Träger der Behindertenhilfe kann das Franziskuswerk nun auch in der Stadt ein attraktives Angebot machen.

Die vier großzügigen und hellen Wohnungen des Franziskuswerks befinden sich in einem ökologisch-nachhaltigen Massivholz-Neubau, den die Wohnungsbaugenossenschaften WOGENO und WAGNIS im Sommer 2021 fertiggestellt haben. Das wohngenossenschaftliche Konzept ermöglicht den Bewohnern bestmögliche Integration und Teilhabe: In den Gemeinschaftsräumen im Erdgeschoss können sich alle Hausbewohner jederzeit treffen und austauschen, auf der großzügigen Dachterrasse kann gefeiert werden und der Garten wird gemeinschaftlich bewirtschaftet.

Das Gebäude mit 150 Wohneinheiten liegt nicht weit entfernt von den Riem-Arcaden und in unmittelbarer Nähe zum Riemer Park mit dem Riemer See, dem BUGA-Spielplatz und dem Jugend- und Kulturzentrum „Quax“. Mit „RiO - Wohnen in Riem Ost“ erweitert das Franziskuswerk sein Angebot vielfältiger Wohnformen für Menschen mit Behinderung - ganz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Denn diese gibt vor, dass Menschen mit Behinderung frei wählen dürfen sollen, welche Wohnform zu ihnen passt.

Die Landeshauptstadt München, Sozialreferat, hat jede Wohneinheit im Zuge der Anschubfinanzierung unterstützt. Von der Stiftung „Antenne Bayern hilft“ erhielt das Projekt eine Spende für die Ausstattung und auch die „Aktion Mensch“ förderte das Vorhaben mit einer Spende für die Ausstattung.

Auch interessant

Kommentare