Demonstration mit Masken und Abstand auf der Ludwig-Thoma-Wiese

Friedlicher Protest gegen Corona-Regeln in Dachau

Transparente
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Transparente
Plakat „Keine Masken in Schulen“
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Plakat „Keine Masken in Schulen“
Demonstranten gegen Corona-Regeln
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Demonstranten gegen Corona-Regeln
Plakat Versammlungsfreiheit
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Plakat „Versammlungsfreiheit“
Plakate vor dem Auto
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Plakate vor dem Auto
Plakat
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Plakat
Plakat  „Weg mit dem Infektionsschutzgesetz“
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Plakat „Weg mit dem Infektionsschutzgesetz“
Pascal Schimdt
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Pascal Schimdt, einer der Gründer der Initiative „Freiheitsversammlung München“

Über 200 Menschen folgten dem Aufruf der „Freiheitsversammlung München“ und trafen sich am Samstag, 10. April, um 15 Uhr auf der Ludwig-Thoma-Wiese, um gegen die Corona-Politik zu protestieren. Nach Angaben der Veranstalter kam die Mehrheit aus dem direkten Umland.

Die Teilnehmer verteilten sich über den ganzen Platz. Manche standen mit herzförmigen Luftballonen vor einer Holzpalette, die als provisorische Bühne diente. Viele Demonstrierende überkamen wehmütige Erinnerungen an das Dachauer Volksfest: „Vor kurzem hatten wir noch Lebkuchenherzen um den Hals...“.

Die Corona-Kritiker trugen auf der Brust selbstgebastelte Schilder mit Aufschriften wie: „Ich lasse mich nicht impfen“, „Hört auf unsere Senioren zu quälen“, „Kinder müssen atmen“ oder „Freiheit braucht Mut“.

Pascal Schmidt, einer der Gründer der „Freiheitsversammlung München“, betrat die Bühne und bedankte sich zunächst für die offizielle Genehmigung dieser Aktion. Nach seiner dringenden Bitte um strengste Einhaltung der hygienischen Maßnahmen, betonte Schmidt: „Wir grenzen uns ausdrücklich von rechtem Gedankengut ab. In unseren Reihen gibt es keinen Platz für Faschisten, Antisemiten und Nationalsozialisten. Das ist eine friedliche Versammlung“. Im Gespräch mit der DACHAUER RUNDSCHAU erzählte Schmidt, der selbst auch im Landkreis Dachau lebt, dass seine Familie und Freunde die „Freiheitsversammlung“ vor einem Jahr ins Leben gerufen hatten. Ziel sei es, die Politik zu zwingen, einen konstruktiven Dialog über die verheerenden Folgen der Corona-Maßnahmen auf Augenhöhe zu führen. Die Organisation fordert die sofortige Aufnahme des Schul- und und Kindergartenbetriebs, eine Befreiung der Kinder von der Masken- und Testpflicht sowie die Belebung des Kultur-, Hotel- und Gastronomiesektors. „In der Pandemie sind unsere Grundrechte sinnlos unter die Räder geraten, wir wollen sie unbedingt zurückholen“, unterstrich Schmidt.

Natalie Andrione, die nächste Rednerin und Vertreterin der Partei „Die Basis“, bezeichnete die gegenwärtige politische Lage in Deutschland als undemokratisch und verglich den aktuellen Führungsstil der Bundesregierung mit der autoritären Staatsherrschaft in Russland, ihrem Geburtsland.

„Was haben die Zwangsmaßnahmen in Deutschland eigentlich gebracht? Waren sie möglicherweise vollkommen unverhältnismäßig?“, fragte auf der Bühne Christian Kreiß, Professor für Volkswirtschaftslehre, und erntete damit großen Applaus.

Die 35-jährige Manuela aus Karlsfeld und ihr Ehemann nahmen zum ersten Mal an einer solchen Anti-Corona-Demo teil und bereuten es nicht: „Wir sind sehr froh, dass so viele Menschen hier ihre Meinung nicht hinter vorgehaltener Hand, sondern offen äußern können. Wer sich bezüglich der Pandemie nicht an die offizielle politische Leitlinie hält, wird automatisch als Störenfried gebrandmarkt“, kritisierte Manuela. Ihr Ehemann, der eine heilmedizinische Praxis in München leitet, fügte hinzu: „Uns wird vorgeworfen, wir würden die Wirtschaft über die Gesundheit stellen. Doch beide sind eng miteinander verbunden. Viele mit monatelangem Berufsverbot schweben in finanzieller Ungewissheit. Das führt häufig zu psychischen und körperlichen Leiden.“

Aus Sicht der Polizei Dachau verlief die Versammlung störungsfrei: Nur gegen eine Person wurde die Anzeige wegen Verweigerung der Maskentragepflicht erstattet.

Rubriklistenbild: © Gontscharowa

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