Kommunalwahl 2020 soll viel verändern

Reiter fordert Kerle heraus

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FWG-Gemeinderat Michael Reiter kandidiert in Altomünster gegen den CSU-Bürgermeister Anton Kerle.

Altomünster - Der Gemeinderat der Freien Wählergemeinschaft Michael Reiter will Altomünsters CSU-Bürgermeister Anton Kerle ablösen.

Anton Kerle, seit 2014 Erster Bürgermeister der Marktgemeinde Altomünster, muss sich auf einen Gegenkandidaten bei der Kommunalwahl am 15. März des kommenden Jahres einstellen. 

Dessen Name: Michael Reiter, 47 Jahre alt, ein Zimmerermeister, Bau- und Energieexperte, der seit seit elf Jahren im Gemeinderat sitzt und in zahlreichen Gremien aktiv ist, darunter im Bau- und Umweltausschuss, im Haupt- und Finanzausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss oder auch im früheren Gemeindeentwicklungsausschuss. Außerdem vertritt Reiter die Marktgemeinde im Schulverband der Grund- und Mittelschule Altomünster, in der auch die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern ihre Kinder und Jugendlichen schickt. „Ich habe durch diese Tätigkeiten einen sehr guten Einblick in die Vorhaben und Probleme Altomünsters“, erklärte Michael Reiter dieser Tage gegenüber der DACHAUER RUNDSCHAU. Der gebürtige Altomünsterer ist auch im Vereins- und Organisationsleben der Marktgemeinde bestens vernetzt: So setzt sich der Vater eines elfjährigen Sohnes seit Jahren für ein „Altobad“ ein – ein Freibad oder öffentlich zugänglicher Badesee. Er ist Mitglied beim TSV Altomünster, bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Schützenverein Edelweiß. Lange Jahre war der Inhaber einer Zimmerei und eines Sägewerks im Vorstand des Gewerbevereins aktiv und hat dort mit seinen Kollegen den beliebten Altomünsterer Adventsmarkt mitinitiiert. Nicht zuletzt ist Reiter ein Fußballfan und besucht regelmäßig die Spiele des TSV Altomünster und des FC Pipinsried – eine Leidenschaft, die Reiter mit Kerles Vorgänger Konrad Wagner (FWG) verbindet, der 25 Jahre Altomünsters Oberhaupt war. An Wagners kommunikativen Stil will Reiter wohl anknüpfen, wenn er sagt: „Ich stehe für Offenheit, Überparteilichkeit und Transparenz.“ Hier sieht er einen Gegensatz zu Anton Kerle, dem er „Intransparenz“ vorwirft. Eine „gewisse Frustration über den gegenwärtigen Rathauskurs und die Informationspolitik“ sei einer der Gründe für seine Kandidatur gewesen, berichtet Michael Reiter weiter. 

Dass es schwierig werden wird, die Wahl gegen einen amtierenden Rathaus-Chef zu gewinnen, ist dem Kandidaten klar. Doch er glaubt, einen „Stimmungsumschwung in Altomünster“ wahrgenommen zu haben. Anton Kerle wurde vor fünf Jahren mit 60 Prozent zu 40 Prozent gewählt, sein Gegenkandidat war Hubert Güntner (FWG). Seine Zimmerei will Michael Reiter im Falle seiner Wahl nicht schließen, er habe „personell vorgesorgt“, wie er erklärte. Reiter ist von der FWG noch nicht nominiert. Das soll am 28. November im Kapplerbräusaal in Altomünster (Einlass 18 Uhr, Beginn: 19 Uhr) geschehen; an diesem Abend will die FWG öffentlich ihre Liste mit den Kandidatinnen und Kandidaten für den kommenden Gemeinderat zusammenstellen.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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