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Rekord bei Feuerwehr-Eintritten in Karlsfeld

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Freiwillige Feuerwehr Karlsfeld
Das Kernteam, bestehend aus (von links) Michael Konrad, Michael Peschke, Thomas Theil, Roland Gerhager, Gerhard Nieder, Stephanie Nieder und Niklas Wochnik hat sich um neue Mitglieder gekümmert. © pri

Karlsfelder Kameraden konnten 41 Mitglieder in 18 Monaten gewinnen.

Unter dem Motto „Stark für Dich. Noch stärker mit Dir“ waren in den vergangenen 18 Monaten Plakate der Kampagne zur Gewinnung von Mitgliedern von der Freiwilligen Feuerwehr im gesamten Gemeindegebiet zu sehen. „Trotz erschwerter Pandemie-Rahmenbedingungen haben wir in 18 Monaten insgesamt 27 Erwachsene – sechs Frauen und 21 Männer – sowie 14 Jugendliche - drei Mädchen und elf Jungen - für die Freiwillige Feuerwehr begeistern können“, schwärmte Michael Konrad, der das Projekt Mitgliedergewinnung bei der Feuerwehr Karlsfeld geleitet hat. „Das ist absoluter Rekord. Keine Freiwillige Feuerwehr in Deutschland hat bislang so eine hohe Anzahl an Neueintritten in diesem Zeitraum realisiert“, betonte Konrad. Verantwortlich für den durchschlagenden Erfolg ist ein ganzes Team an ehrenamtlichen Helfern, die sich innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Karlsfeld um das Vorhaben gekümmert haben.

Rund 980 ehrenamtliche Stunden hat alleine das „Kernteam“ mit Roland Gerhager, Michael Konrad, Gerhard Nieder, Jugendwartin Stephanie Nieder, Kommandant Michael Peschke, Thomas Theil und Niklas Wochnik geleistet – und das zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gelohnt hat sich der Aufwand zweifellos, betonte Konrad: „Jeder von der Gemeinde in das Projekt investierte Euro macht sich in Zukunft pro Jahr um das 60-fache bezahlt“. Peschke erinnerte an die Ausgangssituation: „In den letzten Jahren konnten wir Ausfälle aktiver Mitglieder – etwa durch altersbedingtes Ausscheiden oder durch Umzug – kompensieren. Das bedeutet, wir haben im Jahresschnitt von zwei bis drei Mitglieder verloren und zwei oder drei neue hinzugewonnen. Während die Anzahl der aktiven Mitglieder über die Jahre konstant geblieben ist, hat sich das Einsatzaufkommen innerhalb von 30 Jahren auf rund 250 Einsätze pro Jahr verdreifacht“, sagte Peschke. „Wir haben deshalb bei der Vorstellung unserer Pläne für die Kampagne im Gemeinderat Ende 2019 davor gewarnt, dass wir – sollte sich diese Entwicklung weiter fortsetzen – unser Leistungsniveau mittelfristig nicht mehr halten können“, erklärte Konrad.

Dass dies kein Einzelfall ist, zeigen zahlreiche andere Beispiele von Feuerwehren in ganz Bayern und auch im Landkreis. „Bei der Freiwilligen Feuerwehr Dachau mussten letztes Jahr 15 Stellen für hauptamtliche Feuerwehrleute geschaffen werden, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Das kostet die Stadt Dachau rund 1 Million Euro jährlich“, bekräftigte Kommandant. Davon ist die Feuerwehr Karlsfeld vorerst wieder ein gutes Stück entfernt: „Die Gemeinde Karlsfeld hat einen sehr großen Schritt gemacht, um auch in Zukunft die Sicherheit ihrer Bürger mit ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern zu gewährleisten.“

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