Berufsinformationsabend

Hilfe bei der Wahl des Berufes

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Vanessa (links) und Kristina aus der 8 C am Stand des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft. Die beiden wollen einen “Schnuppertag” bei der AOK mitmachen.

Dachau - Rund 800 Schüler der Realschule Dachau informierten sich beim Berufsinfoabend über ihre zukünftigen Möglichkeiten. Einige scheinen ihren Traumberuf gefunden zu haben.

Tobi und Joshi aus der 7F

Joshi und Tobi, beide 14, aus der Klasse 7 F waren begeistert vom Berufsinformationsabend an der Realschule Dachau. „Man hat einen Einblick in die Berufe bekommen und man hat gesehen, wie die Ausbildungen ablaufen“, sagte Tobias. Er will einen Beruf beim Zoll oder der Polizei ergreifen. Das interessiert ihn besonders. „Es ist spannend, was man am Flughafen alles aufspüren kann“, meinte er. Joshi will einen Beruf mit Fremdsprachen ergreifen, daheim spricht er sowieso Französisch. Er besuchte die Informationsrunde zur Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten. Lea (14) aus der 8 C war bei den Referentinnen vom MVZ Dachau. Dort erfuhr sie, worauf es ankommt, wenn man medizinische Fachangestellte werden will. Für Lea ist das jetzt durchaus vorstellbar.

800 Schüler und 30 Referenten

Sabine Kopecky (links) und Anja Friedrich erhielten von der stellvertretenden Schulleiterin Tanja Huber Blumensträuße als Dankeschön für die Vorbereitung des Berufsinformationsabends.

Rund 800 Realschüler von den siebten bis zu den zehnten Klassen und ihre Eltern waren zum Berufsinformationsabend eingeladen. Die Resonanz war groß, um sich Hilfe bei der schwierigen Wahl des Berufes zu holen. Organisiert wurde der Abend von Anja Friedrich und Sabine Kopecky vom Elternbeirat. Mit der Vorbereitung der Veranstaltung haben sie im letzten November angefangen. Und es hat sich gelohnt, auch für die 30 Referenten aus den unterschiedlichsten Berufssparten. Sie konnten wiederum unter den Teilnehmern mögliche Bewerber ausmachen, die zu ihren Unternehmen passen.

Landkreis habe gutes Angebot

Derzeit ist die Situation am Ausbildungsmarkt in der Region München entspannt. Joachim Anders von der Bundesagentur für Arbeit und zuständiger Berufsberater der Dachauer Realschüler sagte: „Wir sind nach wie vor in der glücklichen Situation, ein sehr gutes Angebot an Ausbildungsstellen zu haben“. Sollte es einmal nicht klappen, vermittelt Anders berufsvorbereitende Maßnahmen. In der Aula war ein Stand vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft vertreten. Unter www.sprungbrett-bayern.de können die Jugendlichen auf mehr als 30.000 Praktikumsplätze in Bayern zurückgreifen.

"Eine Ausbildung fördert die Reife"

Friedhelm Baumann, Beratungslehrer an der Berufsschule Dachau, erlebt immer wieder Studienabbrecher an seiner Schule, die mit Mitte zwanzig eine Ausbildung anfangen. Er hält eine fundierte Ausbildung vor einem möglichen Studium weitaus sinnvoller, denn „eine Ausbildung fördert die Reife“. Zu überlegen sei auch, einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Das machen seiner Meinung nach zu wenige, obwohl die Chancen dort gut seien.

smp

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