Runder Tisch Dachau

Runder Tisch Dachau bittet Landkreis-Bürgermeister um Mithilfe

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Mitglieder des Runden Tischs Dachau – Artenvielfalt, Landwirtschaft und Gesellschaft unterzeichneten den Brief an die Landkreis-Bürgermeister (von links): Simon Sedlmair, Michaela Widmann, stellvertretende Vorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung, Josef Mayer und Paul Böller.

Petersberg - Nach dem erfolgreichen Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ 2019, sollte Schluss mit Frust und gegenseitigen Vorwürfen sein und stattdessen konstruktive Zusammenarbeit gefördert werden. Das ist jedenfalls das Ziel des Runden Tischs Dachau – Artenvielfalt, Landwirtschaft und Gesellschaft.

Nach einigen Treffen schickte die Initiative jetzt einen Brief an alle Bürgermeister im Landkreis Dachau. Darin bittet der Verein eine in Teilen schon vorhandene Liste von Direktvermarktern, Hofläden, Hofhütten mit und ohne Automaten sowie regionalen Lebensmittelproduzenten mit dem Wissen aus der jeweils eigenen Gemeinde bis 14. August zu komplettieren. So sollen die Verbraucher in die Lage versetzt werden, selbst die Regionalität und letztlich damit auch wieder die Artenvielfalt im Landkreis zu fördern, betonte das Mitglied des Runden Tischs Paul Böller am Petersberg vor der Presse. „Dafür brauchen wir die Bürgermeister“, betonte Pfarrer Josef Mayer von der Landvolkshochschule am Petersberg. Er hatte zusammen mit Simon Sedlmair, stellvertretender Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, den Runden Tisch 2019 gegründet. Der Gedanke ist laut Böller: „Die Landwirte sollen mehr mit dem, was sie produzieren, ihren Lebensunterhalt bestreiten können.“ Nur so könnten sie sich von Preisdiktaten großer Handelsketten und Lebensmittel-Verarbeiter befreien und damit auch verstärkt die Umwelt in den Blick nehmen. „Wir haben jetzt bei Corona gesehen, wohin es führt, wenn wir zu sehr vom Ausland abhängig sind“, sagte Sedlmair in Hinsicht auf den sinkenden Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln und sogar Engpässen bei Arzneimitteln. Ladenbesitzer sollen einen Teil ihrer Theke regionalen Produkten reservieren. Mit der Liste könne jeder selbst etwas tun.

srd

Quelle: Dachauer Rundschau

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