Dachau/Runder Tisch

Hass ist krass - Liebe ist krasser

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Viele Anti-AfD-Transparente waren auf dem Demonstrationszug durch die Dachauer Innenstadt zu sehen.
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Dachau - Während einer AfD-Veranstaltung setzten über 2.500 Bürger ein Zeichen gegen rechts.

„Omas gegen rechts“, „Hass ist krass-Liebe ist krasser“, hießen Slogans auf den Plakaten mit denen rund 2.500 Demonstranten gegen die AfD-Veranstaltung im Adolf Hölzl-Haus protestierten. Geladen hatte der Dachauer Runde Tisch gegen Rassismus. „Dieser unglaubliche Zuspruch zeigt, dass wir der Bevölkerung aus dem Herzen sprechen. Wir sind solidarisch, friedliebend und demokratisch und lehnen jede Form des Rechtsextremismus ab“, erklärt Peter Heller vom Runden Tisch. Oberbürgermeister Florian Hartmann, Vorsitzender des Runden Tisches, bezeichnete die AfD als eine Partei, die mit Hasspropaganda auf sich aufmerksam mache und den widerlichen Botschaften von Pegida und Neonazis nahe stehe. Doch Dachau dulde keine Menschenfeindlichkeit. Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, war letzten Sonntag nach Dachau-Ost ins Adolf-Hölzel Haus gekommen, um dem Dachauer Landtagskandidaten Christoph Steier Wahlkampfhilfe für die bevorstehende Wahl zu leisten. Etwa 120 Besucher hatten in dem Saal Platz genommen und hörten den Ausführungen der AfD-Politiker zu. Draußen hingegen protestierten weit über zweitausend Menschen, darunter viele Dachauer Politiker und Vertreter der Kirchen Die DGB-Regionalgeschäftsführerin Simone Burger sprach aus was viele dachten: „Es macht mich wütend, im Jahr 2018 hier zu stehen und für die Demokratie kämpfen zu müssen.“ Ernst Grube, Zeitzeuge und Präsident der Lagergemeinschaft Dachau weiß, wie es sich anfühlt verfolgt zu werden, denn er wurde als Kind ins KZ Theresienstadt gesperrt. Deshalb machen ihn die Vorfälle in Chemnitz fassungslos und er versteht nicht, dass die verantwortlichen Politiker dem nichts entgegensetzen. BR-Moderator und Kabarettist Matuschke (Matthias Matuschik) sprach als Letzter. Dabei forderte er die Bürger auf wählen zu gehen. Dann ging es mit Musik gegen die AfD. Die Dachauer Band „Affentheater“ stimmte den italienischen Protestsong „Bella ciao“ an, und alle sangen mit. Während am Ernst Reutter Platz gegen 12.15 Uhr der ökonomische Gottesdienst stattfand verlies Beatrix von Storch das Adolf Hölzel Haus durch den Hinterausgang. Ihre Gegner reagierten mit Buhrufen und Pfiffen und „Nazis raus“-Rufen.

roc

Quelle: Dachauer Rundschau

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