Integration auf Russisch

Kulturaustausch ohne Vorurteile

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Dachau - Eine eigene Matrjoschka-Puppe basteln, schwarzen Tee mit Kräutern aus dem Samowar trinken und traditionelle russische Lieder singen und musizieren – das alles machten große und kleine Besucher bei der offiziellen Eröffnung des Russischen Vereins für Bildung Kultur und Integration (RuBiKI) in Dachau.

In ihrer Begrüßungsrede erzählte die erste Vorsitzende des Vereins, Sofia Molleker, dass die Idee einen Verein für russische Bildung, Kultur und Integration zu gründen, sich aus dem russischen Sprachkurs für Kinder entwickelt hätte. „Als ich vor vier Jahren angefangen hatte, in Dachau Kindern die russische Sprache zu unterrichten, hatte ich zwölf Schüler gehabt. Jetzt besuchen den Kurs über 40 Kinder und ihre Anzahl wächst ständig. Bei Kindern und ihre Eltern ist ein Bedürfnis entstanden, mehr Zeit miteinander zu verbringen, beispielsweise traditionelle russische Feste zusammen zu feiern“, betonte Molleker. Darüber hinaus unterstrich die zweite Vorsitzende von RuBiKI, Julia Gelis, dass nicht nur russische Muttersprachler, sondern auch Vertreter anderer Sprachen beim Verein willkommen seien. Ziel des Vereins sei es, Kindern mit russischen Wurzeln zu begleiten, die vor Kurzem nach Deutschland gekommenen Landsleute mit Integrationsangeboten zu unterstützen und Menschen aus anderen Kulturen mit russischer Lebensweise vertraut zu machen. Die Veranstaltungen sollen für jeden offen sein, egal welche Sprache er spreche. Vom Kulturaustausch sollten alle profitieren. Die Dachauer Arbeiterwohlfahrt (AWO) unterstützte die Vereinsgründung organisatorisch. Marina Braun, stellvertretende Vorsitzende des AWO Kreisverbands Dachau, sagte dass das Konzept des Vereins „RuBiKI“ sehr gut zum Verband passe, da die AWO den interkulturellen Gedanken lebe und eine Kulturenvielfalt als Bereicherung empfinde. Sie selbst habe auch ein persönliches Interesse an der Gründung des Vereins. Weil sie russische Wurzeln mitbringe und ihre Muttersprache Russisch zu Hause nicht sehr intensiv gepflegt wurde, finde sie es eine großartige Idee, die sprachlichen Bildung der Kinder auch im familiären Umfeld zu unterstützen. Einer der Gästen mit russichem Migrationshintergrund, der über 20 Jahren in Deutschland lebt, sagte: „Dieser Kulturaustausch nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund hilft sich in die deutsche Gesellschaft leichter zu integrieren, er trage auch dazu bei, dass Deutsche durch den direkten Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturkreisen, diese besser verstehen und ihnen gegenüber Vorurteile abbauen können“.

dar

Quelle: Dachauer Rundschau

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