Sachverstand bei E-Mobilität

Dach

au (sel) Der Werkausschuss des Stadtrats hat sich vergangene Woche mit dem Thema Elektromobilität auseinandergesetzt. Grund war ein Antrag von FDP-Stadtrat Alfred Stelzer, in dem er die Errichtung einer Elektrotankstelle gefordert hatte. In der Debatte hätten die Meinungen darüber kaum unterschiedlicher sein können – die Wortmeldungen waren zuweilen vor lauter Sachverstand der Räte recht amüsant. In die Diskussion rückte dabei auch die geplante Anschaffung eines E-Autos durch die Stadtwerke. Florian Hartmann (SPD) erklärte, dass sich eine solche Ladestation für den Fuhrpark des Kommunalbetriebs eigene, aber nicht für den Individualverkehr. Marion Eberhard-Seidl (CSU) rechnete hoch, dass es in Dachau gar kein E-Auto gebe, das die Ladestation nutzen könnte. Christian Stangl (CSU) sorgte sich um die Investitionskosten, da die Technik noch nicht ausgereift sei. „Ich habe Sorge, dass wir eine Menge Geld ausgeben und dann feststellen, dass der Stecker nicht passt“. Bernhard Räpple (Bündnis) forderte in seinem längeren Redebeitrag den Bau der Ladestation und den Kauf des Autos. Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) meinte am Ende der Debatte: „Jetzt haben wir unseren geballten Sachverstand über E-Mobilität ausgetauscht“. Als Kompromiss wurde mit großer Mehrheit beschlossen, eine Ladestation auf dem Gelände der Stadtwerke zu errichten und ein Elektroauto für den Fuhrpark des Betriebs anzuschaffen. Das soll nach Aussage von Werkleiter Robert Haimerl auch von Bürgern für Probefahrten ausgeliehen werden können. Zur Kenntnis nahm der Ausschuss, dass die Bushaltestelle Ludwig-Ganghofer-Straße in der inneren Münchner Straße abgeschafft wird. Grund ist die ungünstige Lage in unmittelbarer Nähe zum Kreuzungsbereich Münchner-/Bahnhofstraße. Eine Verlegung hätte mindestens 20.000 Euro gekostet – zu viel für die Räte und Verwaltung. Weit gehen muss künftig aber auch kein Fahrgast, um mit dem Citybus fahren zu können. Die nächste Haltestelle an der Bahnhofstraße ist wenige Schritte entfernt. Die Sauna im Hallenbad soll für rund 1,5 Millionen Euro zusammen mit dem Außenbereich saniert werden. Das Gebäude aus den 1970er-Jahren entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Der Ausschuss sprach sich gegen die Stimmen der SPD für die weiteren Planungen des Umbaus aus. Volker Koch erklärte, dass man das Geld lieber in das Hallen- oder Familienbad investieren solle, wo man privaten Anbietern keine Konkurrenz mache.

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