Neue Schutzmaßnahme in Zeiten der Corona-Pandemie

Sanitätszelte vor den Helios Amper-Kliniken errichtet

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„Wir wollen den Klinikbetrieb unter Berücksichtigung aller Sicherheitsaspekte auch künftig weiter gewährleisten“, sagt der Ärztliche Direktor Professor Dr. Hjalmar Hagedorn.

Landkreis - Neue Schutzmaßnahme in Zeiten der Corona-Pandemie

Im Zuge der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatministeriums für Gesundheit und Pflege sollen alle Krankenhäuser zusätzlich ausgerüstet werden, um in den kommenden Wochen auch eine potenziell höhere Menge an Patienten versorgen zu können. Um dies zu ermöglichen, hat der Katastrophenschutz auf dem Gelände der Amper-Kliniken in Dachau und Markt Indersdorf Sanitätszelte aufgestellt.

Im Bedarfsfall werden künftig ankommende Patienten vor dem Bereich der Notaufnahme in einem Zelt empfangen, wo sie zunächst gesichtet werden. Das bedeutet konkret: Es werden Covid-19-typische Symptome abgefragt und erste Untersuchungen – wie das Messen von Fieber, Sauerstoffsättigung, Blutdruck und Atmung – durchgeführt. Je nach Dringlichkeit des Verdachtsfalls oder anhand deutlicher Symptome wird dann von einem Arzt des Klinikums entschieden, welcher Patient eine weitere Versorgung im Krankenhaus benötigt und wer zuhause bleiben kann und von Hausärzten ambulant versorgt wird. In den Sanitätszelten werden keine Abstriche für eine Sars-CoV-2-Probe genommen.

Keine Sars-CoV-2-Abstriche in Zelten Das Zelt vor der Amper-Klinik Indersdorf wird künftig ebenfalls im Bedarfsfall genutzt, um einen Covid-19-Verdachtsfall zu erkennen und so zu versorgen, dass der Patient anschließend mit dem Rettungsdienst zum Klinikum Dachau gebracht werden kann. Die Versorgung von Covid-19-Patienten wird primär am Standort Dachau geleistet, um den Kontakt zu Patienten der Klinik Indersdorf möglichst auszuschließen.

„Wir wollen mit dieser Maßnahme unsere Patienten und Beschäftigten vor einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus bestmöglich schützen“, erklärt der Ärztliche Direktor der Amper-Kliniken, Professor Dr. Hjalmar Hagedorn. „Mit dieser Vorbereitung wollen wir auch künftig den Klinikbetrieb unter Berücksichtigung aller Sicherheitsaspekte weiter gewährleisten.“ Noch läuft der Aufbau der Infrastruktur in den Zelten, die auch beheizt werden.

Aktuell stünden ausreichend Betten zur Verfügung, informiert der Ärztliche Direktor. Mittlerweile wurden bereits zwei Stationen zu Isolationsstationen umgerüstet, damit stehen derzeit 94 Betten für Covid-19-Patienten und Verdachtsfälle zur Verfügung. Patienten auf beiden Stationen werden im Rahmen der durch das Robert Koch-Institut empfohlenen Abklärung schutzisoliert. „Auf der Intensivstation wurde die Zahl der Beatmungsplätze bereits von zwölf auf 16 aufgestockt. Wir planen mehr als eine Verdopplung der Intensiv-Kapazitäten“, berichtet Professor Hagedorn.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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