"Saubere Kohle gibt es nicht"

Dach

au (rds) Zur letzten großen Podiumsdiskussion vor dem Bürgerentscheid am kommenden Sonntag, 4. Juli, über die Beteiligung der Dachauer Stadtwerke an zwei Kohlekraftwerksprojekten in Nordrhein-Westfalen hatten die Freiern Wähler (FW) unter Leitung von Stadtrat Edgar Forster am vergangenen Montag eingeladen. Ort war der Schützensaal von Drei Rosen. Doch Michael Eisenmann von der Bürgerinitiative (BI) Kontra Kohlestrom Dachau war trotz Einladung nicht gekommen. Forster erklärte, er wolle mit der Veranstaltung ein emotionelles Thema in ruhiges Fahrwasser bringen. Auf dem Podium diskutierten unter der Moderation von Sonja Lencik Edgar Forster als „Gastgeber“, technischer Werkleiter Ludwig Pfänder von den Stadtwerken Dachau, Manfred Ungethüm, Geschäftsführer des Trianel-Kohlekraftwerks Lünen und Elmar Thyen, bei Trianel zuständig für die Unternehmenskommunikation. Im Publikum hielt als einziger Helmut Geisler die BI-Fahne hoch, was allgemein gelobt wurde. Pfänder betonte, nur bei der Stromerzeugung werde Geld verdient und fuhr fort: „Wir stehen für ein Energiekonzept der Vernunft mit bezahlbaren Preisen.“ Genau das spricht ihm die BI ab. Ungethüm erklärte: „Wenn die Bundesregierung ihre Klimaziele erreichen will, braucht sie neue Kohlekraftwerke.“ Thyen meinte: „Wenn die Strompreise an der Strombörse explodieren, muss ich selbst Strom erzeugen. Der Dachauer Stadtrat hat das erkannt und unterstützt das.“ Lencik zitierte die BI, wonach Kohle der Klimakiller Nummer eins sei und fragte: „Was ist mit sauberer Kohle?“ Forster und Ungethüm räumten ein: „Saubere Kohle gibt es nicht“ und Forster ergänzte, „so wenig wie Blut-Kohle“. Denn im mechanisierten Kohle-Tagebau stören Kinder als Arbeiter nur. Pfänder betonte: „Die Kohlekraftwerke in Lünen und Krefeld stellen das dar, was technisch machbar ist.“ Er versprach, die Kraftwerke würden zwischen 2013 und 2033 eine ordentliche Rendite abwerfen. Doch auch Thyen räumte ein, dass fossile Brennstoffe endlich seien: „Wir müssen auf erneuerbare Energien (EE) umbauen.“ Aber es gelte, den Strom bezahlbar zu halten. Abschließend riefen alle Diskussionsteilnehmer die Bürger Dachaus dazu auf, am kommenden Sonntag, 4. Juli, am Bürgerentscheid teilzunehmen.

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Trübe Wirtschaftsaussichten
Trübe Wirtschaftsaussichten
Gewinnen Sie einen Erlebnisaufenthalt im Europa-Park für die ganze Familie
Gewinnen Sie einen Erlebnisaufenthalt im Europa-Park für die ganze Familie
„Echt mein Recht“ in Schönbrunn
„Echt mein Recht“ in Schönbrunn
Einen Tag lang gratis Bus fahren
Einen Tag lang gratis Bus fahren

Kommentare