»Schneller Ausbau Erneuerbarer Energien«

Dach

au/Fürstenfeldbruck (kho) „Wir sind nicht immer die Verhinderer“, betonte Roderich Zauscher, der Kreisgruppen-Vorsitzende des Bund Naturschutz, „beim Einstieg in die Erneuerbaren Energien sehen wir uns als Antriebskraft.“ Deswegen haben die Dachauer Naturschützer sich mit ihren Kollegen aus Fürstenfeldbruck zusammengetan, um die politischen Gremien beider Landkreise zur Kooperation zu bewegen. Zauscher und seiner Brucker Kollegin Christa Spangenberg fordern ein gemeinsames Fernwärmenetz mit der GfA Geiselbullach, wenn diese – wie geplant – in die Nutzung regenerativer Energien einsteigt. Den BN-Vorständen zufolge will die GfA zukünftig auch Bioabfälle verwerten und zudem Windräder auf ihrem Gelände aufstellen. Nach Meinung der BN-Funktionäre könnten beide Landkreise komplett durch Windräder mit Strom versorgt werden. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Landratsamts Dachau geht dagegen von einer Strommenge aus, mit der nur der Privatbedarf gedeckt werden könnte, nicht der gewerbliche. Auf drei Prozent des Landkreisgebiets könnten demnach Windkraft-Anlagen aufgestellt werden. Leonhard Mösl, der Vorsitzende der regionalen Waldbauernvereinigung, schätzt dagegen: „Sechs Prozent könnten möglich sein.“ Der Kreisobmann der Dachauer Bauern, Anton Kreitmair, sprach kürzlich sogar von neun Prozent. „Zusammen mit dem Strom und den Solar- und Wasserkraftanlagen wäre der Landkreis auf jeden Fall rechnerisch autonom“, hat Zauscher ermittelt. Den Adelzhauser Forst halten beide BN-Gruppen für besonders geeignet für Windkraftanlagen. Dessen Nähe zum Umspannwerk in Höfa ermögliche eine problemlose Einspeisung des erzeugten Stroms.

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