Bus-Verstärker 

Die Schulbusse in Dachau bekommen vorerst keine Verstärker

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Die Schulbusse in Dachau bekommen vorerst keine Verstärker, das teilte Albert Herbst vom Landratsamt mit

Dachau - „Das wird nicht einfach, weil die Busunternehmen während der Hauptverkehrszeiten gerade am Morgen weder Busse noch Fahrer verfügbar haben“, das erklärte Albert Herbst, der im Landratsamt sowohl für die Schulen als auch für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig ist.

Die DACHAUER RUNDSCHAU sprach mit ihm anlässlich des Vorschlags des Kultusministeriums, den Schulbusverkehr in Corona-Zeiten durch Verstärkerfahrten zu entlasten. Herbst zweifelte, ob solche Verstärkerfahrten überhaupt notwendig seien. Denn die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln erübrige das Abstandsgebot. „Mir ist kein Fall bekannt, wo ein Hotspot durch öffentliche Verkehrsmittel entstanden wäre“, fügte Herbst hinzu. Immerhin seien Schüler in öffentlichen Verkehrsmitteln meist nur kurze Zeit zusammen. Herbst kritisierte, dass die Staatsregierung mit ihrem Förderprogramm für Verstärkerbusse erst am Donnerstag vergangener Woche an die Öffentlichkeit trat. Das wäre zu kurzfristig gewesen. Erste Rückmeldungen der Busunternehmer zeigten, dass entweder keine Kapazitäten in der Stoßzeit verfügbar seien oder Busse aus Münchner Unternehmen heran gezogen werden müssten. Doch der Freistaat erstatte nur bis zu den Herbstferien pro Kilometer vier Euro. Das seien beispielsweise für eine Fahrt von sechs Kilometern 24 Euro, obwohl die Busunternehmen dafür zwischen 50 und 100 Euro pro Bus und Fahrer veranschlagten. Die Differenz bleibe dann wieder am Landkreis hängen. Eine Entzerrung der Unterrichtzeiten – nicht nur Schulbeginn zwischen 7.45 und 8.15 Uhr – könne da theoretisch mehr bringen: „Ich brauche mindestens eineinhalb Stunden, denn dann könnte derselbe Bus einmal die Realschüler und dann die Gymnasiasten fahren“, erklärte Herbst. Doch da gebe es erheblichen Gegenwind von „allen schulisch Beteiligten“. Herbst zog das Fazit: „Großflächig Verstärkerbusse einzusetzen ist nicht leistbar, weil wir die Ressourcen nicht haben.“ Nach den Herbstferien, wenn auch die Radfahrer wieder mit dem ÖPNV fahren, wisse er mehr. Aber auch dann könne es allenfalls punktuelle Verstärkerfahrten geben.

srd 

Quelle: Dachauer Rundschau

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