Die Grünen wollen über 100 neue Ortsverbändee gründen.

Schweres Pflaster für die Grünen?

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Jutta Krispenz (Grünen-Kreisverband), Landtagsabgeordneter Johannes Becher, Margarete Klein, Tobias Hartmann-Brockhaus, Susanne Vedova, Richard Seidl (Kreisverband) und Anette Kurth-Ermer (von links).

Odelzhausen/Pfaffenhofen - Die Partei will zukünftig stärker in den Gemeinden Fuß fassen, deshalb gibt es jetzt einen neuen Ortsverband in Pfaffenhofen.

Es ist ein ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2020 wollen die Grünen 100 neue Ortsverbände gründen. 

Jetzt greifen sie auch in Odelzhausen und Pfaffenhofen an. Acht Mitglieder haben den neuen Ortsverband Pfaffenhofen-Odelzhausen gegründet. 

Zur Versammlung war Johannes Becher, Landtagsabgeordneter aus Moosburg (Kreis Freising) gekommen. „Auf kommunaler Ebene sind wir Grünen bei vielen Themen gefragt“, erklärte er: „Wir brauchen ein Mitarbeiter und müssen unsere Werte verteidigen“, sagte er und versprach dem Ortsverband Unterstützung: Auch ein Mandatsträger könne im Wahlkampf zu einer Veranstaltung kommen. Zum Führungsteam des neuen Ortsverbands gehören zwei Sprecher sowie zwei Beisitzer. Sprecherin Susanne Vedova (54) ist Pädagogin und lebt in Unterumbach. Sie ist Vorsitzende der Bund Naturschutz-Ortsgruppe. Auch der zweite Sprecher, Tobias Hartmann-Brockhaus (59) aus Egenburg, engagiert sich im Vorstand des Bund Naturschutzes. Als Beisitzerin wurde zum einen Anette Kurth-Ermer (60), die seit 30 Jahren in Odelzhausen lebt und die Volkshochschule sowie die Bücherei leitet. Weitere Beisitzerin ist Erzieherin Margarete Klein (34). 

Wie sich der neue Ortsverband für die Kommunalwahl im Jahr 2020 aufstellen wird, steht noch nicht fest. In Odelzhausen sitzen mit Roderich Zauscher und Ursula Kohn bereits zwei Grüne im Gemeinderat, in Pfaffenhofen dagegen noch niemand. Bis Oktober soll entschieden werden, ob die Grünen in Pfaffenhofen eine eigene Liste aufstellen. Die beiden Gemeinden sind kein einfaches Pflaster für die Grünen. In Pfaffenhofen erhielt die Partei bei der Europawahl 14,3 Prozent, in Odelzhausen waren es 15,6 Prozent. Landkreisweit kam die Partei auf 18,7 Prozent. Künftig möchte die Ortsgruppe vor allem mit Bürgernähe und Transparenz punkten. 

In der Gemeindepolitik sehen sie im Bereich Umwelt- und Klimaschutz Verbesserungsmöglichkeiten. „Was zum Beispiel den Flächenverbrauch und die immense Verkehrsentwicklung angeht, bräuchten wir ein nachhaltigeres Denken“, sagte Hartmann-Brockhaus. Der Ortsverband möchte außerdem einen Gegenpol zur AfD sein, die vor allem in Odelzhausen sehr stark ist. 

Künftig trifft sich der Grünenortsverband Pfaffenhofen-Odelzhausen jeden dritten Mittwoch im Monat im Farfallina’s Patisserie in Wagenhofen.

cla

Quelle: Dachauer Rundschau

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