„Der Seiher – bald ein Parkhaus“

„Der Seiher – bald ein Parkhaus“

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Holzstich von Dachau aus der Zeit von 1870.

Dachau - Edgar Forster (FW) trug mit einem historischen Beitrag zur Stadtratsdiskussion über das Gebiet östlich des Dachauer Bahnhofs bei:

„Die Stadt Dachau liegt am Dachauer Moos. Ein alter Holzstich aus der Zeit von 1870 zeigt dies deutlich. Dargestellt ist der Seiher. Dies ist ein altes bayerisches Wort und bedeutet „kleines flaches Sumpfgebiet“. 

Durch dieses Sumpfgebiet wurde um 1865 die Bahnstrecke München-Ingolstadt gebaut. Auf dem Holzstich erkennt man im Vordergrund Wasserflächen und Binsen, dahinter die neu gebaute Bahnlinie mit einem Zug, der von einer Dampflokomotive gezogen wird. Darüber ragt die Dachauer Altstadt auf. Dieses Sumpfgebiet wurde im Krieg aufgeschüttet und erhielt eine Flakstation. Erhalten blieb der tief gelegene Spielplatz. Ein Teil wurde nach dem Weltkrieg als Kohlenhandlung genutzt, dann trocken gelegt und die Stadt errichtete darauf die Rad-Garage. 

Ein rückwärtiger Durchgang zum Bahnhof wurde durchgebrochen. Der Rest – der Bahn von der Stadt abgekauft - beherbergt heute die Sonnengärten, einen aktiven Kleingartenverein. Und nunmehr wird im Stadtrat diskutiert, darauf ein privates Kino und städtisches Auto-Parkhaus zu errichten. 

Das große Problem ist heute die Zufahrt der Kraftfahrzeuge von der Schleißheimer Straße her. Eine Gesamtplanung des Gebietes steht noch aus. Das wird noch manche Diskussion auslösen.“

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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