Innovative Verkehrsmittel

Seilbahnen oder Magnetschwebebahnen im Landkreis 

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Sie präsentierten eine Studie über den Einsatz innovativer Verkehrsmittel (von rechts): Prof. Dr. ing. Klaus Bogenberger; Michaela Tießler, Landrat Stefan Löwl

Dachau - Eine Studie sollte darüber aufklären, ob der Einsatz moderner Verkehrsmittel - beispielsweise Seilbahnen oder Magnetschwebebahnen - im Landkreis sinnvoll ist.

Der Einladung zur Präsentation der Ergebnisse am Montag, 17. Februar, zu der Landrat Stefan Löwl eingeladen hatte, folgten zahlreiche Zuhörer. Hierbei präsentierten Professor Klaus Bogenberger von der TU München und Michaela Tießler von der Universität der Bundeswehr München eine Übersicht der wichtigsten Ergebnisse. Seit Mitte 2019 arbeitete die Professur für Verkehrstechnik der Universität der Bundeswehr gemeinsam mit dem Landkreis Dachau an einer umfassenden Forschungsarbeit zum Einsatz innovativer Verkehrsmittel im Landkreis Dachau: neben einem allgemeinen Systemvergleich potentieller Transportmittel wurde das Potential für drei konkrete Trassen untersucht. Dazu wurde mit Hilfe einer Bürgerbefragung - mit über 3.400 Rückmeldungen - die Bereitschaft der Pendler zum Umstieg auf innovative Verkehrsmittel abgefragt. Insgesamt wurden fünf Verkehrsmittel näher untersucht: Verschiedene Arten von Standseilbahnen und Seilschwebebahnen sowie das Transportsystem Bögl (TSB) als Beispiel für eine neuartige Magnetschwebebahn. 

Aufgrund der Schnelligkeit und der kontinuierlichen Beförderung konnten vor allem das Transportsystem Bögl und die Umlaufseilbahn die Befragten überzeugen. Trotz teilweise deutlicher Reisezeitverluste wird die Umstiegsbereitschaft als sehr hoch eingeschätzt. Insbesondere die Trasse entlang der Autobahn A8 zwischen München-Pasing und Augsburg/Gersthofen sowie einen Anschluss von Dachau über Karlsfeld an das U-Bahnnetz im Münchner Norden (nach Feldmoching oder Moosach) wurden von den über 3400 Teilnehmern der Umfrage als sehr attraktiv bewertet. Gleichermaßen bleiben - insbesondere aber beim letztgenannten Korridor - die Konkretisierung eines realisierbaren Trassenverlaufs, die Grundstücksverfügbarkeit sowie die Integration ins bestehende Nahverkehrssystem große Herausforderungen. 

Die dritte geprüfte Verbindung zwischen Haimhausen und dem S-Bahnhof Lohhof war weniger relevant für die Befragten. Landrat Stefan Löwl freute sich über die rege Bürgerbeteiligung und die Ergebnisse: „Die Lösung der Mobilitätsprobleme wird in unserem Wachstumsraum mit den klassischen Verkehrsträgern kaum gelingen. Alleine aufgrund der schwierigen Trassensuche müssen wir auch andere Ebenen mit in den Blick nehmen. Da Tunnellösungen immer extrem aufwändig und teuer sind, bleibt uns nur der Raum über dem Boden,“ sagte Landrat Löwl.


red

Quelle: Dachauer Rundschau

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