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Höfischer Kostümball anno 1900

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Dachau - Die Redoute – ein Kostümball anno 1900 mit unsterblichen Volkstänzen – lässt eine Zeit historischer Schlossfeste wieder aufleben.

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Die Redoute – ein Kostümball anno 1900 mit unsterblichen Volkstänzen – lässt eine Zeit historischer Schlossfeste wieder aufleben. Bei der siebten Dachauer Redoute am Samstagabend feierten 240 festlich gekleidete Menschen unter der berühmten Renaissance-Decke des Dachauer Schlosssaales. Die von Heinz Eder gestalteten und signierten Eintrittskarten waren im Nu ausverkauft. Mittlerweile sind sie begehrte Sammlerobjekte. Während die Damen in Biedermeierkleidern, eleganten Dirndln, in schwarzen Spitzenkleidern oder in roten Samt gekleidet waren, bevorzugten die Herren Frack und Zylinder, Gehrock oder Lederhose. Oberbürgermeister Florian Hartmann war im historischen Bürgermeistergewand um 1900 mit goldener Amtskette gewandet, seine Lebensgefährtin Julia Märkl trug ein farblich passendes Kleid mit Spitzenhütchen. Landrat Stefan Löwl erschien mit bayerischer Verwaltungsuniform und Zweispitz, Bezirkstagspräsident Josef Mederer hatte sich als Federhelm-tragender Kurfürst verkleidet: „Mir wurde gesagt, dieses Kostüm hätte schon König Ludwig angehabt“ erklärte er lachend. Die Ehefrauen beider Herren hatten entsprechend dazu edle Kleider mit passenden Hüten ausgewählt. Doch wie immer stellte sich die Frage: „Woher kommen die Kreationen?“ ! „Ausgeliehen - sowas hat man nicht daheim im Schrank“, war sich Löwl sicher. Kreisheimatpflegerin Brigitta Unger-Richter im noblen roten Kleid, eröffnete mit Kulturreferent Claus Weber den Ball. Später begrüßten die Schirmherren OB Hartmann und Landrat Löwl die Festgäste. Sopranistin Anna Maria Bogner und Tenor Bernhard Schneider zeigten sich bei ihrem Auftritt als Traumpaar der Klassikszene mit Arien und Duetten aus der Operette „Die lustige Witwe“. Die beiden begeisterten mit Witz und Können ihr Publikum und fordern zum mitklatschen und singen auf. Doch die Hauptsache des Abend war zweifellos das Tanzen. Ob die „Waschermadlpolka“, der „Nicht nachlassen“-Galopp oder der Zwiefache „Hopfazupfa – die Ballbesucher meisterten die Herausforderungen, die ihnen Tanzmeister Erich Müller abverlangte, glänzend. Er gab nicht nur die Kommandos bei den Touren (Tanzrunden) sondern führte auch souverän durch das Programm. „Und wenn die Herren a Schmoiz habn, lassen‘s die Damen beim zweiten und vierten Karussell aufsitzen.“ Insider wissen: Dieses Ansage gehört zur Münchner Francaise. Sie darf bei keiner Redoute fehlen.

roc

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