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Schneiders Medienanalyse

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Viel Prominenz beim Karlsfelder Neujahrsempfang (von links): Stefan Kolbe, Siegfried Schneider, Eva Rehm, Bernhard Seidenath, Anton Kreitmair und Bernhard Gaigl. © Foto: Kramer

Karlsfeld  - Die Karlsfelder CSU hatte den ehemaligen Kultusminister zum Neujahrsempfang eingeladen.

Rund 180 Einwohner Karlsfelds und aus der Region waren dem Ruf vom Karlsfelder CSU-Chef Bernhard Gaigl gefolgt und ins Bürgerhaus gekommen, um auf das neue Jahr anzustoßen. Und um Siegfried Schneider zu lauschen, dem ehemaligen bayerischen Kultusminister und Staatskanzlei-Chef. Seine Semmeln verdient Schneider inzwischen als Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Medien, die unter anderem für die Rundfunk- und Fernsehsender im Freistaat zuständig ist (außer dem BR).

"Die Printmedien sind unverzichtbar"

In die weite Welt der neuen Medien entführte Schneider seine Zuhörerschaft in seinem Vortrag: Der gelernte Pädagoge zog einen Bogen von der Gutenbergbibel aus dem Jahr 1452 bis in die Gegenwart. Sein Befund: Die Printmedien sind unverzichtbar, haben es aber immer schwerer. „In der S-Bahn findet man kaum noch jemanden mit einer Zeitung und einem Buch“, berichtete der Ex-Politiker und nahm sich selbst nicht aus: „Wenn mich mein Chauffeur morgens in die Arbeit fährt, sehe ich erst in meinem Tablet-PC nach, was in den Zeitungen steht.“ Der 57-Jährige rief vor allem die ältere Generation auf, sich in Mediendingen fortzubilden: „In vielen Fällen wissen die Eltern und Großeltern gar nicht mehr, worüber der Nachwuchs redet, wenn er Wörter wie ‚goggeln“, ‚chatten‘ und ‚twittern“ verwendet.“

Das Wichtigste: Das Miteinander der Generationen

Das Miteinander der Generationen sei aber das Wichtigste, schloss Schneider seine Ausführungen. Viel Beifall, auch von der politischen Prominenz, darunter Bürgermeister Stefan Kolbe, die stellvertretenden Landrätin Eva Rehm, die Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath und Anton Kreitmair, deren Vorgänger Blasius Thätter sowie zahlreiche Gemeinderäte. Applaus erhielt auch das Karlsfelder Sinfonieorchester unter der Leitung von Bernhard Koch für sein Programm mit dem Radetzkymarsch als Abschluss.

kho

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