Internet-Zugang im ÖPNV

Kostenlos in Bussen surfen

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Mit Unterstützung des Freistaats Bayern gibt es jetzt freies WLAN im MVV-Regionalbusverkehr. Finanz- und Heimatminister Markus Söder (Mitte) schaltete gemeinsam mit Landrat Stefan Löwl (rechts) und Bürgermeister Florian Hartmann (links) das BayernWLAN in Regionalbussen frei.

Dachau - Freistaat investiert 55.000 Euro für freien Internet-Zugang im ÖPNV. 

Ein weiterer Schritt in eine digitale Zukunft ist getan: Finanzminister Markus Söder startete per symbolischem Knopfdruck das Internetzeitalter im Dachauer Regionalbusverkehr. „Ab sofort kann in 20 Bussen des Landkreises Dachau mit BayernWLAN kostenlos, rund um die Uhr, ohne Begrenzung, sicher und mit Jugendschutzfilter im Internet gesurft werden“, kündigte Finanz- und Heimatminister Söder bei der Freischaltung des neuen Netzes gemeinsam mit Landrat Stefan Löwl am 5.7. in Dachau an. Im Stadtverkehr Dachau sind es 13 Busse der Buslinien 716, 717, 718, 720, 722, 726 und 744. Auf der MVV-Regionalbuslinie 710 sind insgesamt sieben Busse mit entsprechenden Routern ausgestattet. Erkennbar sind die „Surf-Busse“ an blauen BayernWLAN-Aufklebern an den Türen. Für Landrat Stefan Löwl ist das WLAN-Angebot ein absoluter Attraktivitätsgewinn für den ÖPNV. „Das ist genau das „mehr“, das wir als Pendler-Landkreis im Vergleich zum Individualverkehr haben wollen. Stehen Bus und Auto im Stau, kann der Bus-Passagier im Gegensatz zum Aufofahrer arbeiten oder surfen“, sagt er. Dachau ist zusammen mit Freising und München Pilotlandkreis für dieses innovative Digitalisierungsprojekt. Die Pilotphase ist auf zwei Jahre angelegt, eine erste Evaluierung soll nach sechs Monaten erfolgen. Eine Ausweitung auf andere Landkreise und Kommunen ist geplant. Der Einstieg in das freie WLAN ist einfach. Jeder Hotspot heißt „@BayernWLAN“. Es sind keine Passwörter und Anmeldedaten erforderlich, eine Registrierung ist nicht nötig. Eine Anrechnung auf Flatrates der Mobilfunknutzer erfolgt nicht. Der Freistaat Bayern soll bis 2020 mit einem engmaschigen Netz von kostenfreien WLAN-Hotspots überzogen werden, davon sollen etwa 8.000 an kommunalen Standorten und 8.000 an den bayerischen Universitäten und Hochschulen entstehen. Touristische Gebiete sollen erschlossen werden und für die bayerischen Schulen sind ebenfalls bis zu 20.000 Hotspots vorgesehen. Dies, so Söder, kann jedoch erst erfolgen, wenn es dazu die entsprechenden pädagogischen Konzepte gibt. „Mit dem BayernWLAN erhält jede Stadt und jede Gemeinde die Möglichkeit, Bürgern und Touristen an ihren attraktiven Plätzen die digitale Welt zu erschließen. Digitalisierung ist kein Privileg der Großstädte. Mit unserer Initiative für freies WLAN wollen wir insbesondere den ländlichen Raum stärken und so für digitale Chancengleichheit und gleichwertige Lebensbedingungen in Bayern sorgen“, so Söder am Mittwoch in Dachau.


rue

Quelle: Dachauer Rundschau

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