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Windrad-Schwertransporte

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Schon beim Schwerlasttransport war Präzisionsarbeit erforderlich für die aus Dänemark stammenden Spezial-Fahrzeuge. © Sponder

Dachau-In drei Stunden waren obere Turmteile durch die Kreisstadt durchgeschleust

Es tut sich wieder etwas auf der Windradbaustelle. Mehrere Schwertransporter trafen vergangene Woche mit den oberen Turmteilen, der Gondel und den Flügeln auf der Baustelle ein. Die Polizeiinspektion Dachau, das Schwerlastunternehmen Give und Andreas Buchholz Transportservice hatten alle Hände voll zu tun. Die Polizei sicherte die Strecke ab. Die wenigen Fahrzeuge, die nachts unterwegs waren, mussten umdrehen oder warten. Allein die ersten beiden Transporte, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Konvoi fuhren, wogen 145 beziehungsweise 85 Tonnen und waren 50,40 beziehungsweise 37 Meter lang. Der erste war 4,50 Meter breit und 4,40 Meter hoch. Insgesamt waren mit Polizei und Privatfirmen 17 Leute drei Stunden im Einsatz. „Das ist eh eine super Zeit, bemerkte der für Verkehrsfragen zuständige Richard Wacht von der Polizeiinspektion Dachau. Die Schwerlasttransporter mussten teilweise über die Gegenfahrbahnen etwa am Kreisel der Augsburger Straße in Dachau oder ab der Abzweigung Webling bis zum Abzweig nach Steinkirchen sogar im Rückwärtsgang fahren. Etliche Verkehrsschilder wurden vom Transportservice-Unternehmen zuvor losgeschraubt, entfernt und hinterher wieder eingesetzt und festgeschraubt, wenn sich die Löcher in der Dunkelheit wieder finden ließen. Doch auch da half die Polizei und leuchtete mit Taschenlampen, bis die richtige Stelle wieder gefunden war. Weil es so gut lief, schlug Wacht den Transporteuren vor, gleich noch einen dritten Transport in dieser Nacht durch Dachau durchzuschleusen: „Die Nacht ist sowieso schon gelaufen“, meinte er, der mit vielen siener Kollegen eine extra Nachtschicht eingeschoben hatte. Gesagt, getan. wAb 8 Uhr morgens wurden die drei Schwertransporter in mühevolle Präzisionsarbeit entladen und der Turm weitergebaut. Insgesamt 32 Schwertransporte sind laut Andreas Buchholz vom gleichnamigen Transportservice-Unternehmen erforderlich, was rund 250.000 Euro kostet.

srd

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