Helios-Amper-Klinikum Dachau

Werden Pflegekräfte entlastet?

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Christoph Engelbrecht, Geschäftsführer der Helios-Amper-Klinik, versprach die Situation für die Pflegekräfte zu verbessern.

Dachau - Das von der Geschäftsführung der Helios-Amper-Klinik Dachau vorgestellte Programm soll den Pflegern die Arbeit erleichtern.

Christoph Engelbrecht, Geschäftsführer der Helios-Amper-Klinik Dachau, hatte in der letzten Kreistagssitzung über die Situation im Dachauer Krankenhaus gesprochen (die DACHAUER RUNDSCHAU berichtete). Engelbrecht hatte die Medien kritisiert, weil sie negative Information über die Situation im Klinikum verbreiten würden. Der Geschäftsführer gab allerdings zu, dass mangelnde Sauberkeit und Überforderung der Pflegekräfte die größten Probleme im Klinikum seien. Wobei Sauberkeit und Hygiene nicht zu verwechseln seien: „Die Hygiene ist in unserem Krankenhaus sehr gut.“

Programme für Sauberkeit und Pflegeentlastung

Er hatte ein „Vier-Punkte-Programm zur schnellen und nachhaltigen Verbesserung der Sauberkeit“ und einen „Drei-Punkte-Plan zur Stärkung der Pflege“ präsentiert. Es wird beispielweise ein Patientenserviceteam geschaffen: ein Vertreter dieses Dienstes wird täglich jedes Zimmer besuchen, um Patienten zum Thema „Zufriedenheit mit dem Service“ zu befragen. Ein neu organisiertes Team der Stationshilfen übernimmt alle Reinigungsarbeiten, damit wird Pflegepersonal wesentlich entlastet. Die Erweiterung des Patiententransportdienstes gehöre auch zu den Maßnahmen für die Entlastung des Pflegepersonals. Ein paar Tage nach der Kreistagssitzung versammelten sich rund 100 Pflegekräfte und Patienten, um über die Missstände in den Bereichen Sauberkeit und Pflege mit Landrat Stefan Löwl, dem Betriebsratsversitzenden Claus-Dieter Mobs und dem Krankenpfleger Matthias Gramlich zu diskutieren.

"OP-Säle werden erst spät gereinigt"

Dem Bericht der Dachauer Nachrichten zufolge beschwerte sich das Pflegepersonal darüber, dass ein OP erst gereinigt werde, wenn die anderen fünf OP-Säle schon verschmutzt sind oder dass es keine Möglichkeit gebe, Überstunden als Freizeitausgleich zu nehmen. Der Urlaub werde von der Pflegeleitung vorgeplant. Demzufolge sei die Grenze der Belastbarkeit von Mitarbeitern überschritten. Viele Pflegekräfte würden freiwillig kündigen. Der Einführung des „Drei-Punkte-Plans“ standen die Mitarbeiter des Pflegedienstes skeptisch gegenüber. Landrat Stefan Löwl hatte bereits im Kreistag gesagt: „Ich erwarte in der Aufsichtsratssitzung im Dezember erste Ergebnisse des vorgestellten Plans.“ Gleichzeitig musste Löwl zugeben, dass der Kreistag die Situation im Klinikum weder lösen noch regeln könne, da er nur Kontrollfunktion habe.

dar

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