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Eine bereicherte Kindergartenlandschaft

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Die Mischung aus Waldorf- und Bauernhofkindergarten, der Spiel-Raum Obergrashof (unser Archivbild zeigt den Raum bei einer Führung) bekam jetzt von der Stadt Dachau die Anerkennung als örtlich bedarfsnotwendig. © Spondero

Dachau - Die Stadt Dachau erkennt örtlichen Bedarf für Spiel-Raum Obergrashof e.V. an

Der Waldorforientierte Bauernhofkindergarten Spiel-Raum Obergrashof e.V. beantragte bei der Stadt Dachau, dass diese den so genannten örtlichen Bedarf anerkennen möge. Das hatte die Stadtverwaltung ablehnen wollen, um später keinen Investitionskostenzuschuss bei der Kindergartenerweiterung zahlen zu müssen. Doch das ließ Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU) in der jüngsten Sitzung des Familien- und Sozialausschusses nicht durchgehen. „Das ist eine alternative Einrichtung und wir waren immer stolz auf unser breites Angebot in Dachau.“ Die Anerkenntnis der Bedarfsnotwendigkeit könne zwar zu einem Investitionskostenzuschuss von 200.000 Euro führen, aber 20 Kindergartenplätze seien für die Stadt nicht zu einem solch günstigen Preis zu bekommen. „Für 2013 ist der Zug schon raus aus der Halle. Aber wir sollten durchaus das Signal geben, dass dieses Projekt von uns gewollt ist. Denn das wird unsere Kinderbetreuungslandschaft bereichern.“ Horst Ullmann (SPD) gab zu bedenken, dass dieser Kindergarten am Obergrashof nicht zwingend notwendig sei und der Ausschuss auch auf die Kosten schauen müsse. Aber Alfred Stelzer (FDP) schloss sich mit Blick auf 2014 / 2015 der Meinung von Schmidt-Podolsky an: „Ein Neubau käme uns teurer.“ Rainer Rösch (Überparteiliche Bürgergemeinschaft – ÜB) sprach sich im Prinzip ebenfalls für Schmidt-Pdolskys Vorstoß aus. Er mahnte jedoch, es müssen dann auch sichergestellt werden, dass vor allem Dachauer Kinder dort hingehen. Derzeit besuchen ein Münchner und zwei Karlsfelder Kinder diese Mischung aus Rudolf Steiners Waldorf- und Bauernhof-Pädagogik. Sozialreferentin Elisabeth Zimmermann verwies darauf, dass der Spiel-Raum Obergrashof über das erforderliche Personal verfüge. Schließlich sprachen sich alle Ausschussmitglieder für Schmidt-Podolskys Vorschlag aus.

srd

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