Familien- und Sozialausschuss

Unterkunft für Obdachlose gesucht

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Obdachlosenunterkunft Am Kräutergarten

Dachau - Der Stadt Dachau fehlen Obdachlosenunterkünfte. Um dafür Wohnungen zu erwerben, will sie von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen.

Einen weiteren „Kräutergarten“ als zentrale Obdachlosenunterkunft soll es nicht geben, darin waren sich die Mitglieder des Familien- und Sozialausschusses einig. Sie stimmten dem Konzept zur dezentralen Unterbringung der Obdachlosen zu. Demnach sollten die Bedürftigen in der ganzen Stadt verteilt werden. Somit würden Häufungen der Konfliktsituationen entschärft und einzelne Stadtteile, die durch die Unterkunft „nicht den besten Ruf“ haben, würden weniger belastet, argumentierte die Verwaltung. Auch die Fraktionen sahen in diesem Konzept Vorteile, doch der Begriff „dezentral“ wurde von den einzelnen Parteien unterschiedlich ausgelegt. Elisabeth Zimmermann (CSU) plädierte für eine Gruppierung von drei bis vier kleinen Wohneinheiten, mit der Begründung, es sei angenehmer für die Bewohner. Silvia Neumeier (SPD) hielt dagegen, dass Einzelwohnungen sich besonders eignen würden, da es bei Obdachlosen nicht zwangsläufig um „alkoholkranke Menschen“, sondern sich oft um Alleinerziehende oder Familien handelt. Kai Kühnel (Bündnis für Dachau) stellte klar: „Wir sind nicht in der Lage uns auszusuchen, wo wir die Leute unterbringen. Wir müssen nehmen, was wir bekommen, ohne auf Empfindlichkeiten von Nachbarn Rücksicht zu nehmen.“ Die Stadt sucht seit Jahren nach den Wohnungen. Momentan stehen 18 angemietete oder stadteigene Wohnungen zur Unterbringung von obdachlosen Familien zur Verfügung. In weiteren 59 Einheiten in der Freisinger Straße und Am Kräutergarten sind Einzelpersonen untergebracht. Der Bedarf liegt jedoch bei etwa 200 Plätzen. „Es könnten bald mehr werden,“ sagte Oberbürgermeister Florian Hartmann. Denn Asylsuchende, die bisher in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, müssen nach ihrer Anerkennung diese Einrichtung verlassen. Wenn sie auf dem Markt keine Wohnung finden, rutschen sie in Obdachlosigkeit. Um Wohnungen für Obdachlose zu sichern, will die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Dementsprechend wurden die Notare darauf hingewiesen, dass sie ihre Kunden bei geeigneten Objekten über das Vorkaufsrecht der Stadt aufklären müssen.

yug

Quelle: Dachauer Rundschau

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