Gestaltungspreis 2018 

Bauherren, Künstler und Bauträger gewürdigt

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Die Stadt Dachau verleiht den Gestaltungspreis 2018 

Dachau - Die städtebauliche Einbindung, der Bezug zur Umgebung, die Form, Details und die Außenanlage sowie die Energieeffizienz – dies waren Beurteilungskriterien für den Gestaltungspreis 2018.

Die Stadt Dachau verleiht ihn an „engagierte Bauherren, die einen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Stadt geleistet haben“ erlklärte Oberbürgermeister Florian Hartmann bei dem Festakt. Nach der ersten Ausschreibung im März gingen rund 20 Einsendungen bei der Stadt ein – sie kamen von Architekten, Künstler, Planer und Bauherren, die ihr Bauwerk für preiswürdig hielten. Nun hat die Stadt drei davon mit besonderer Anerkennung ausgezeichnet und drei weitere mit dem Gestaltungspreis gewürdigt. „Durch ihre besondere Lage zwischen Hügelland und Schotterebene an der Amper verfügt die Stadt Dachau über großartige städtebauliche Qualitäten“, sagte Hartmann. Gleichzeitig würde dies aber auch gewisse Herausforderungen bieten. Besonders gelungen scheint dies laut Jury dem Architekten „deffner voitländer architekten bda“ aus Dachau mit den 28 neuen Geschosswohnungen am Schlossberg. „Ein Plangutachten mit renommierten Architekten war der Anfang einer 20-jährigen Planungsgeschichte, die nach Rechtsstreitigkeiten, Bürgerinitiative, Bürgerentscheid und Diskussion um den Denkmalschutz zu einem guten Ende kam“, resümierte Hartmann. Der Komplex füge sich gut in die kleinteilige Altstadtbebauung. Zudem lobte der OB den grünen Innenhof mit Balkonen und Terrassen, die unauffällige Tiefgarageneinfahrt sowie die Gestaltung der Außenanlagen mit den Reihen aus Granitsteinen. „Mit dem Gebäude ist in der Altstadt eine preiswürdige Konversion des ehemaligen Brauereiwirtschaftsgebäudes geglückt“, fasst Hartmann zusammen. Weitere Preise und somit ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro erhielten Julia und Stefan Tischer für ihr Einfamilienhaus in der Leobadstraße und Nicola Lachner mit Architekt Bernhard Hartmann für ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung in der Feldiglstraße. Familie Tischer darf ein besonders ökologisches und energiesparendes Holzhaus ihr eigen nennen. „Der Erhalt des hohen Baumbestandes, die Neuanpflanzung von Obstbäumen, die geringe Versiegelung und der Anbau von Nutzpflanzen bilden einen natürlichen Freiraum“, lobte der OB. Auch der „eigenwillige Neubau“ von Nicola Lachner ist mit Holzlatten verkleidet. „Geschickte Verteilung der Proportionen, nutzbare Freiräume, die vertikale Holzverschalung und selbstbewusste Fassadengestaltung an der Straßenfront“ sind Punkte die Hartmann aufzählt, welche die Jury überzeugten. Besonders anerkannt wurde die Fassadengestaltung der Volksbank Raiffeisenbank Dachau in der Altstadt durch Graffitikünstler Adrian Till, Johannes Wirthmüller, David Kammerer, Moritz Bothe und Anton Till. Zudem erhielt der Künstler Paul Havermann für die Installation im Vorgarten in der Anton Ortner-Straße eine Anerkennung. Eine weitere Anerkennung bekam Familie Wacht und Architekt Germann Deller für den Anbau an eine Doppelhaushälfte in der Friedenstraße. Vor dem Stehempfang für die Preisträger warb Florian Hartmann für die Broschüre zum Gestaltungspreis in denen alle Preisträger und anerkannten Bauwerke von diesem Jahr sowie der letzten Verleihung 2013 in Text und Bild vorgestellt werden. Die Broschüre liegt kostenlos im Rathaus aus.

mik 

Quelle: Dachauer Rundschau

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