Dachau/Stadtentwicklung

Dachau selbst mitgestalten

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Die Stadtplaner Stefan Leuninger, Annegret Michler, Oberbürgermeister Florian Hartmann, der scheidende Bauamtsleiter Michael Simon, Stadtbaurätin Ariane Jungwirth und der neue Bauamtsleiter Moritz Reinhold präsentieren den interaktiven Stadtplan Dachaus, wie er im Internet zu sehen ist.

Dachau - Die Stadt Dachau bezieht bis Ende Januar ihre Bürger mit ihrer neuen Internetplattform in die Stadtplanung mit ein.

Der „Stadtbedenker“ plädiert für einen bessere Erreichbarkeit der Altstadt vom Unteren Makrt aus und fordert einen Radweg hinauf zum Karlsberg. Wegen der steigenden Zahl von E-Bikefahrern, sieht er in der Steigung des Karlsbergs kein Problem. Seine Meinung postete auf er auf der neuen interaktiven Karte der Stadt Dachau unter www.dachaudenktweiter.de. Ausgearbeitet haben das Konzept die Kaufbeuerer Stadtplaner: der Wirtschaftsgeograph Stefan Leuninger und die Architektin Annegret Michler. In einem Pressegespräch präsentierte Oberbürgermeister Florian Hartmann zusammen mit den beiden Stadtplanern den interaktiven Webauftritt der Stadt Dachau. Bis 24. Januar können die Bürger Vorschläge, welche Verbesserungen der Dachauer Infrastruktur sie sich wünschen. Hartmann verspricht, dass das Bauamt jeden Vorschlag prüfen wolle und gegebenenfalls weiterleiten werde. Bereits wenige Stunden, nachdem der interaktive Stadtplan im Netz war, gab es die ersten Bürgervorschläge. Bauamtsleiter Michael Simon, der das Projekt initiiert hatte, will mit dieser Möglichkeit die „schweigende Mehrheit“ erreichen, die nicht in Bürgerinitiativen oder parteilich organisiert ist. Die Stadt will ihren Jahrzehnte alten Flächennutzungsplan aktualisieren und Anregungen der Bürger in einem offenen Prozess sammeln. Die inhaltliche Diskussion soll auf diese Weise vom förmlichen Flächennutzungsplan abgekoppelt werden, was das ganze bürokratische vereinfacht und verkürzt.e. Denn ein neuer Flächennutzungsplan sei nur erfolgreich, wenn er von einer breiten Basis der Bevölkerung mitgetragen werde, erklärte Simon. Neben dem interaktiven Stadtplan, auf dem die Vorschläge gesammelt werden sollen, gibt es Flyer, die jetzt in öffentlichen Räumen ausliegen, auf denen Bürger ihre Vorschläge eintragen und im Rathaus abgeben können. Nach dem 24. Januar erwartet Hartmann, dass sich die Bürger wieder online beteiligen, wenn die Stadt das räumliche Leitbild Dachaus aus den Vorschlägen entwickelt hat und zur Diskussion stellt. Danach gebe es keine Mitsprache mehr, aber Informationsveranstaltungen und Umgänge in den jeweiligen Stadtteilen.

kog

Quelle: Dachauer Rundschau

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