Der Platz „Am Unteren Markt“

Fondi-Platz statt „Unterer Markt“

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Fondi, die italienische Partnerstadt Dachau, soll Namensgeberin des „Unteren Marktes“ werden.

Dachau - Den Platz „Am Unteren Markt“ empfahlen die Mitglieder des letzten Kulturausschusses in „Fondi-Platz“ umzubenennen. Die Frage ist, ob Dachauer Bürger diesen Vorschlag akzeptieren werden.

Der Grund für die Umbenennung ist das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit dem süditalienischen Fondi. Bisher hatte die Stadt Dachau geplant, den Quartiersplatz im Neubaugebiet Augustenfeld nach der Partnerstadt zu benennen. Die Fraktion der „Bürger für Dachau“ (BfD) hat jedoch im letzten Kulturausschuss Eilantrag gestellt, den Platz „Am Unteren Markt“ in „Fondi-Platz“ umzubenennen. Horst Ullmann sagte: „Unsere Fraktion findet es besser, einen schon bestehenden Platz umzubenennen, als einen imaginären Platz in einem Neubaugebiet zu benennen und diesen dann mit einem Schild auf der freien Wiese zu kennzeichen.“ Ullmann betonte, dass der Name „Am Unteren Markt“ keinen historischen Bezug habe, weil er nicht als Adressanschrift für die umliegenden Anwesen diene. Einen guten Anlass für die Umbenennung biete der 20. Jahrestag der Städtepartnerschaft. Den neu benannten Platz könne die die Stadt Dachau beim Besuch des Städtepartners präsentieren und dann einweihen. Oberbürgermeister Florian Hartmann bestätigte, dass die Umbenennung des Platzes kein großer Aufwand sei. „Das ist reine technische Abwicklung. Wir werden nur die Haltbusstelle „Am Unteren Markt“ umbenennen müssen“, sagte Hartmann. Noch ein Argument für die Umbenennung des „Am Unteren Markt“ in „Fondi-Platz“ nannte Tourismus-Referent Wolfgang Moll (parteilos): „Fondi hat zu Beginn der Partnerschaft versucht, durch den Verkauf von Obst und Gemüse auf dem Markt in Dachau präsent zu sein. Stadtrat Günter Heinritz (SPD) war jedoch der anderen Meinung: „Warum sollen wir ohne Not einen eingeführten Platzt umbenennen? Das wird sich schwer einbürgern“, sagte er. Franz Xaver Vieregg (ÜB) war auch überzeugt, dass keine Umbenennung ohne Bürgerbeteiligung laufen dürfe. Stadtrat Strauch (CSU) unterstrich, dass eine offizielle Bürgerumfrage eine Weile dauern könne. Die Feierlichkeiten für das Partnerschaftsjubiläum findet schon im August statt. Zum Schluss einigten sich die Stadträte, das Thema erst in sechs Wochen in der nächsten Stadtratssitzung noch einmal zu besprechen. Die endgültige Entscheidung über die Umbenennung der Straßen und Orte der Stadrt darf gesetzlich auf jeden Fall nur der Stadtrat treffen. Bis dahin planen die Stadträte, Gespräche mit Dachauer Bürgern zu führen, um ihre Meinung zu erfragen.

dar 

Quelle: Dachauer Rundschau

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