Magariten und Obstbäume für den Klimaschutz

Stadtbauhof legte neue Ausgleichsfläche im Dachauer Norden an

+
OB Florian Hartmann, Kurt Ladehof (Abteilungsleiter Stadtgrün, Umwelt und Stadtbauhof, links hinten) und Stefan Tischer (Sachgebietsleiter Stadtgrün und Umwelt) begingen die neue Ausgleichsfläche bei Etzenhausen.

Dachau - Hilfestellung für die Natur

Sparziergänger erkennen es schon von Weitem: Ein Blütenmeer aus Margeriten. Zu sehen ist eine neu angelegte Ausgleichsfläche nördlich von Steinkirchen (zwischen dem Windrad von Etzenhausen und dem der Ziegelei in Webling). 

Diese Ausgleichsflächen sind von enormer Bedeutung für den Natur- und Artenschutz im Dachauer Landkreis. Auf einer Fläche von 0,9 Hektar pflanzte der Stadtbauhof 69 Obstbäume, darunter Apfel Birnen, Süßkirschen und viele mehr. Bis die Bäume Früchte tragen, wird es allerdings noch ein paar Jahre dauern. Dann darf das Obst von kostenlos geerntet von allen Bürgern geerntet werden. Neben den Bäumen, legten die Verantwortlichen eine 170 Meter lange Wildstrauchhecke mit 265 Sträuchern an. Alles steht inmitten einer angesäten Blumenwiese mit heimischen Arten. Die neue Ausgleichsfläche bietet – ebenso wie eine zweite, 100 Meter weiter nördlich liegende – Lebensraum und Nahrung für eine Vielzahl von Tieren, vor allem Insekten. Vor allem der Neuntöter, eine Vogelart, bewohnt trockene und sonnige Landstriche mit ausgedehnten Busch- und Heckenbeständen. Dieser musste im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft große Bestandseinbußen erleiden. 

Auf solchen Flächen findet er ausreichend Nahrung und Nistplätze. „Der Landkreis Dachau wächst immer weiter, Prognosen zufolge wird er in den kommenden Jahren der Landkreis mit dem bayernweit prozentual größten Wachstum sein. Die Verliererin dabei ist die Natur. Denn immer mehr Flächen werden versiegelt. Damit verlieren Tiere und Pflanzen Lebensräume. Umso wichtiger ist es, Ausgleichsflächen nicht nur auf dem Papier auszuweisen, sondern auch in der Praxis so zu gestalten, dass sie für Flora und Fauna einen tatsächlichen Ersatz darstellen“, erklärte Oberbürgermeister Florian Hartmann die Hintergründe des Projektes. Die Stadt versuche dies unter anderem mit Streu- und Streuobstwiesen sowie anderen Biotopen umzusetzen.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Dachau, ein sicherer Landkreis
Dachau, ein sicherer Landkreis
Schulische Infrastruktur wird noch attraktiver
Schulische Infrastruktur wird noch attraktiver
Kitaplätze ab Herbst 15 Euro teurer
Kitaplätze ab Herbst 15 Euro teurer

Kommentare