Der Welt-Hypertonie-Tag wird jährlich am 17. Mai begangen. Anliegen ist, über die riskante, oft unterschätzte Erkrankung zu informieren.

Der „stille Killer“ - Tipps zum Welt-Hypertonie-Tag: Was Patienten mit hohem Blutdruck in Corona-Zeiten beachten sollten

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Privatdozent Dr. Bernhard Witzenbichler, Chefarzt für Kardiologie und Pneumologie am Helios Amper-Klinikum Dachau: „Gerade in Zeiten von Corona gilt es, frühzeitig vorzubeugen und mit einer passenden Medikation gegenzusteuern.“

Dachau - Ein Experte der Helios Amper-Klinik Dachau klärt auf

Mediziner nennen ihn oft den „stillen Killer“. Denn ohne Schmerzen zu verursachen, kann zu hoher Blutdruck Herz und Gefäße lebensgefährlich schädigen. Derzeit steht Bluthochdruck im Verdacht, den Verlauf einer Corona-Infektion negativ zu beeinflussen: Grund genug, gerade jetzt rechtzeitig vorzubeugen.

„Bluthochdruck ist in Deutschland weit verbreitet und zählt zu den Volkskrankheiten“, sagt Dr. Bernhard Witzenbichler, Chefarzt für Kardiologie und Pneumologie am Helios Amper-Klinikum Dachau. Übergewicht, Rauchen, hoher Kaffee-, Alkohol- oder Salzkonsum, Bewegungsmangel, Stress, Einnahme der Anti-Babypille oder Schlafmangel sind alltägliche Faktoren, die eine Hypertonie begünstigen.

Viele – vor allem jüngere – Hypertonie-Patienten ahnen nichts von ihrem zu hohen Blutdruck, denn die Symptome sind unspezifisch wie Kopfschmerzen oder gelegentlicher Schwindel. Deshalb ist das regelmäßige Blutdruckmessen wichtig. Wenn an unterschiedlichen Tagen Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher auftreten, spricht man aus medizinischer Sicht von einer Hypertonie, die behandelt werden sollte.

Rechtzeitig vorbeugen in Corona-Zeiten Erhöhte Blutdruckwerte zählen zu den gefährlichsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall, Herzinfarkt und viele andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Gerade in Zeiten von Corona gilt es, frühzeitig vorzubeugen und mit einer passenden Medikation gegenzusteuern“, erkärt  Witzenbichler. „Wichtig ist auch, bereits verschriebene Blutdruck-Medikamente nicht eigenmächtig, beispielsweise aufgrund der Berichterstattung im Zusammenhang mit Corona, abzusetzen. Das wäre fahrlässig.“

Wer dennoch aktiv etwas tun möchte, dem empfiehlt der Chefarzt, den Lebensstil unterstützend anzupassen. Erhöhte Blutdruck-Werte lassen sich auch auf natürliche Weise senken: „Weniger tierische Fette und viel Obst und Gemüse sind zusammen mit möglichst viel Bewegung und regelmäßigem Ausdauersport ergänzende Maßnahmen zu blutdrucksenkenden Medikamenten. Auch autogenes Training oder andere Entspannungsübungen können für den Einzelnen Gold wert sein.“

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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