40 Jahre Indersdorfer Hexenzirkel

Aus Stockschützinnen wurden Hexen

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Bürgermeister Franz Obesser (links) präparierte seine Krawatte mit einer Eisenkette, aber Oberhexe Gisela Schulmayr schnitt die Krawatte doch ab und legte den Sünder an die eigene Kette. Am Ende tanzten die drei Amtspersonen mit dem früheren Bürgermeister Josef Kreitmeir, weiteren Gemeinderäten und den 18 Hexen samt einigen aus deren Gefolge ausgelassen auf den Ratstischen.

Markt Indersdorf - Indersdorfer Hexengilde feierte mit etwa 250 Zuschauern 40-jähriges Bestehen

Die Indersdorfer Hexengilde ließ es heuer aus Anlass ihres 40-jährigen Bestehens am so genannten Unsinnigen Donnerstag vor und vor allem im Markt Indersdorfer Rathaus so richtig krachen. 

Bürgermeister Franz Obesser war kein Spaß-Verderber und machte mit seinem Stellvertretern Hubert Böck und Hans Lachner sowie etwa 250 Zuschauern mit. Auf dem Foto: Bürgermeister Franz Obesser (links) präparierte seine Krawatte mit einer Eisenkette, aber Oberhexe Gisela Schulmayr schnitt die Krawatte doch ab und legte den Sünder an die eigene Kette. Am Ende tanzten die drei Amtspersonen mit dem früheren Bürgermeister Josef Kreitmeir, weiteren Gemeinderäten und den 18 Hexen samt einigen aus deren Gefolge ausgelassen auf den Ratstischen.

Die bogen sich zwar gefährlich, aber hielten der außergewöhnlichen Belastung stand. Doch der Reihe nach: Weiberfasching ohne Krawatten-Beschnitt geht schon seit Jahren nicht mehr. Aber Bürgermeister Obesser hatte sich für Oberhexe Gisela Schulmayr eine kleine Gemeinheit einfallen lassen. In seine dem „Tod geweihten Krawatte“ hatte er eine massive Eisenkette versteckt. Ob die Schere der Oberhexe danach stumpf war, ließ sich nicht klären. Aber Hexe Gisela zeigte sich der besonderen Herausforderung gewachsen, kriegte die Krawatte klein/kürzer und legte Obesser an seine eigene Kette. „Angefangen hat das Ganze mit den Stockschützen-Damen aus Ried“, erinnerte sich Oberhexe Gisela. Doch während damals noch Wolfgang Schulmayr und Hansi Leber als verkleidete Hexen dabei waren, besteht die Hexentruppe nach dieser anfänglichen Ausnahme nur noch aus Frauen. Männer gibt’s heute nur noch im Umfeld. Hexe Gisela würdigte Christl Rabl, Sonja Moser und Hansi Leber aus der Gründungstruppe, die heute noch dabei sind. Zahlreiche Faschingsorden gab es für viele verdiente Mitstreiter und frühere wie aktuelle Bürgermeister. Zum Jubiläum weihte die Hexengilde eine eigene Fahne, angeblich zum Teil aus alten Hexenröcken, feuchtfröhlich mit Schnaps ein. Sie fanden außerdem, dass sie sich selber ein Denkmal gesetzt hätten und brachten tatsächlich ihr eigenes Denkmal mit, genauso wie den eigenen roten Teppich, ein inniger Wunsch der Gilde, wie Hexe Pidi meinte.

srd

Quelle: Dachauer Rundschau

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