Erdweg/Energieversorgung

Im Buchwald entsteht ein Windrad

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Standort für ein weiteres Windrad im Landkreis: diese neu geschaffene Lichtung im Buchwald bei Welshofen.

Erdweg - Die Bürgerwindenergie Erdweg baut derzeit eine 2,4-Megawatt- Anlage; gleichzeitig läuft eine Klage gegen das Landratsamt.

Es ist ein fast vergessenes Projekt, die Wind- energieanlage im Erdweger Buchwald bei Welshofen. Ursprünglich plante dort eine Erdweger Bürgergesellschaft den Bau von drei Windrädern. Nach vier Jahren Planungen und Rechtsstreitigkeiten genehmigte das Dachauer Landratsamt im März 2016 schlussendlich nur den Bau von einer Anlage. Doch dann verzichteten die Betreiber vollständig auf das Projekt, wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit, wie es damals hieß. Nun rollen doch die Bagger. In kurzer Zeit entstand eine rund 300 Quadratmeter große Lichtung, auf der ein Windrad mit einer Nennleistung von 2,4 Megawatt errichtet werden soll. Der Kleinberghofener Jürgen Böckler, einer der Initiatoren des Projekts, erklärte warum: „Ursprünglich sollten wir den Strom der drei Anlagen in die Umspannanlage bei Höfa einspeisen. Dazu wären kostspielige Kabelverlegungen notwendig gewesen. Für ein einziges Windrad hätte sich dieser Aufwand nicht rentiert". Inzwischen hätten sich jedoch die Einspeise-Vorgaben verändert, so dass der Strom im nahe gelegenen Oberhandenzhofen ins Netz eingepflegt werden könnte, betonte Böckler. Eine neue Genehmigung durch das Landratsamt war nicht nötig, weil sich der damals beantragte Anlagentyp – vom Typ „Nordex N117/2400“ – in Höhe und Anlagenleistungen nicht verändert habe, nur die Abmessungen des Turmfußes und des Fundaments haben sich geändert. Zudem wurde der Turmtyp an die technische Weiterentwicklung angepasst, heißt es aus dem Landratsamt. Zeitgleich wird allerdings noch vor Gericht über die damalige Genehmigung gestritten. Der „Verein für Landschaftspflege und Artenschutz (VLAB)“ hatte schon vor zwei Jahren vor dem Münchner Verwaltungsgericht gegen das Landratsamt geklagt. Die Dachauer Behörde erwartet das Urteil in „absehbarer Zukunft“, wie Landratsamtssprecher Wolfgang Reichelt auf Nachfrage erklärt. Böckler kommentiert: „Wir sehen das Ganze gelassen, schließlich wurden wir nicht verklagt".

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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