Bekommt die Landkreisgemeinde ein neues Wahrzeichen?

Der Turm von Pfaffenhofen

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Schon am Modell lässt sich erkennen, dass der Turm von Pfaffenhofen (vorne links) gute Chancen hat, ein Wahrzeichen der Glonntalgemeinde zu werden.

Pfaffenhofen/Glonn - „Innen statt Außen“, so lautet die von der Staatsregierung propagierte Wachstumsformel für Städte wie Gemeinden.

Ihr Zweck: Die weitere Landschaftsversiegelung dadurch vermeiden, dass Lücken im Innenbereich von Ortschaften geschlossen werden. 

Natur und Landwirtschaft werden keine Flächen entzogen. Die kleinste Landkreis-Gemeinde setzt diese Regel nun in die Praxis um: durch eine Verdichtung der Besiedlung in der Pfaffenhofener Ortsmitte. Nicht etwa nur durch die auf dem Land beliebten Einfamilienhäuser, sondern durch mehrere mehrstöckige Gebäude. Der größte Bau wird ein regelrechter Turm. Mit einer Firsthöhe von beeindruckenden 20 Metern und einer Wandhöhe von 17,25 Metern. Der Turm von Pfaffenhofen umfasst sechs Stockwerke und wird möglicherweise von einem Zeltdach gekrönt. „Das würde den Turmcharakter unterstreichen“, erläuterte Bürgermeister Helmut Zech jüngst dem Gemeinderat. Zudem wird der Komplex mit einer Tiefgarage unterkellert, die auch Platz für die Bewohner der Nachbargebäude bietet. Eines davon ragt immerhin 17 Meter in die Höhe. Bauherr des Viertels ist die Raiffeisenbank Pfaffenhofen an der Glonn. Sie nutzte das Areal früher zusammen mit der BayWa. Eine alte Lagerhalle und ein Silo werden für die neue Siedlung abgerissen. Ihre Filiale will das Geld- und Baufinanzierungsinstitut jedoch behalten, sie wird in einen der Neubauten einziehen. Die Regierung von Oberbayern lobte das Gesamtkonzept: „Die Planungen sind als Vorhaben der Innenentwicklung grundsätzlich zu begrüßen.“ 

Die neue Grünen-Fraktion beantragte, im Bebauungsplan eine Bestückung der Dächer mit Photovoltaik-Modulen festzuschreiben. Zech vermutete, dass dies rechtlich nicht zulässig sei. Zudem befürchtet er, dass die Gebäudeeigentümer durch eine gemeindliche Vorgabe die Chancen auf staatliche Fördermittel verlören. CSU und AWG lehnten (mit einer Ausnahme) den Grünen-Antrag ab. Wann das Projekt realisiert wird, ist noch offen. Erst müssten die Planungen abgeschlossen sein, dann wäre ein Zeitplan ein Thema, hieß es aus dem Institut.

kho

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