Bergkriterium 2018

Mit ratternden Reifen übern Berg

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Gewöhnliche Alltagsradler sind froh, wenn sie ihr Rad auf den Altstadtberg nicht schieben müssen, sondern mit eigenen Waden-Kräften die Höhenmeter bezwingen. Rennradler dagegen sausen die Altstadt-Runde gern 44 Mal rauf und runter - so wieder geschehen beim Bergkriterium 2018.

Fünf verschiedene Rennen waren für die Besucher geboten, welche die Strecke säumten und mit Rufen und Klatschen die Kinder bis zu den Profis anfeuerten. Je nach Alter und Klasse mussten die Radler eine bis 44 Runden drehen. 

300 Teilnehmer und 100 Ehrenamtliche

Über 300 Teilnehmer waren gemeldet, das macht den Organisator Wolfgang Moll, Vorstand der Soli Dachau, stolz: "Dachau ist eines der wenig übrig gebliebenen Bergkriterien, wir haben jährlich sehr viele Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz." Dafür legt sich der Dachauer Verein auch mächtig ins Zeug. Über 100 Ehrenamtliche leisten über 1.000 Helferstunden, damit die Veranstaltung jährlich reibungslos über die Bühne gehen kann. Sie sorgen für die Verpflegung und Unterhaltung. Der Trial-Fahrer Andreas Strasser zeigte beispielsweise wieder seine Kunststücke auf dem Fahrrad im Parcours. 

Glockenleuten, Schweißperlen und Blasmusik

14.30 Uhr: Ein Schuss. Landrat Stefan Löwl gab das Startsignal: Fast 15 Radler und drei Radlerinnen schießen über die Startlinie. Es wird ordentlich gestrampelt. Das Rattern der Reifen über Kopfsteinpflaster, die Rufe der Zuschauer, Klatschen, eine Bimmelglocke. Sie signalisiert, dass es eine Wertungsrunde ist. Die Sportler treten kräftig in die Pedale, die bunten Trikots sausen Runde um Runde am Rathaus vorbei. 22 Runden muss die U17  bewältigen - bedeutet über 30 Kilometer. Der Schweiß perlt nicht nur von der Stirn und den angespannten, verbissenen Gesichtern, auch von den muskulösen Waden der Rennradler. Zwischendurch ertönt die Blasmusik der Kapelle, die den Tret-Takt vorzugeben scheint. Doch in Wirklichkeit haben die Radler alle ihr eigenes Tempo. Die einen scheinen die letzte Runde schon im Auge zu haben - siegessicher. Die anderen hoffen, dass es bald vorbei sein mag. Doch keiner hätte behauptet, dass eines der anspruchsvollsten Radrennens Bayern einfach sein wird. Am Ende kommt jeder nach 22 Runden ans Ziel: geschafft aber glücklich. 

Tobias Erler gewinnt erneut

15.30 Uhr: Ein Schuss. Oberbürgermeister Florian Hartmann hat diesmal die Pistole in der Hand. Alles beginnt von vorne. Nur ist es jetzt das Elite-Rennen: andere Radler aus einer anderen Fahrerklasse. Sie müssen gleich 44 Runden bezwingen. Am Ende gewinnt wie im letzten Jahr Tobias Erler. Die Ehrenrunde im Cabriolet mit dem Zweit- und Drittplatzierten hat er sich jetzt verdient. Seine zwei Töchter nehmen auf seinem Schoß Platz. So eine langsame Runde mit dem Auto durch die Altstadt hat auch etwas Schönes.

Kohr

 

Quelle: Dachauer Rundschau

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