Beschicker-Versammlung

Schausteller verabschieden Platzmeister Klaus Mader

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Voller als sonst: Die Beschickerversammlung im Schützensaal Drei Rosen - etwa 70 Schausteller sind gekommen.

Schausteller des Dachauer Volksfestes kamen zwei Tage vor dem Anstich ins Drei Rosen zusammen, um sich bei der sogenannten Beschickerversammlung über Neuigkeiten und Wichtigkeiten über das bevorstehende Fest auszutauschen.

Dachau – Laut Volksfestreferent Robert Gasteiger waren heuer zum Schaustelleressen – wie das Treffen auch genannt wird – besonders viele gekommen. Womöglich, weil sie Klaus Mader nach 20 Jahren als Platzmeister verabschieden wollten.

"Standing Ovations" für Mader

Schaustellersprecher Paul Tille (rechts) dankt Platzmeister Klaus Mader für seine 20jährigen Dienste.

Paul Tille, Sprecher der Volksfest-Schausteller, konnte über 70 Gäste im Schützensaal begrüßen. Die Ehrungen standen im Mittelpunkt der Versammlung. „Du hast ein gutes Amt gemacht, du hast es über 20 Jahre ausgefüllt“, sagte Tille an Platzmeister Josef Mader gerichtet, der nach diesem Jahr in den Ruhestand geht. Andrea Dvorak-Löffler und Tobias Schneider werden dieses Amt ab 2020 auskleiden und nutzten die Gelegenheit sich vorzustellen. „Dann wird das Volksfest im Kulturamt zu Hause sein“, erklärte Amtsleiter Schneider. Löffler ergänzte: „Wir haben nicht vor etwas zu ändern, wir lieben das Volksfest so wie es ist.“ Alle hofften, dass Mader den Schaustellern dennoch erhalten bleibt. „Sie sind immer unser Ehrengast“, versicherte ihm Präsident Wenzel Bradac. Auf dem Weg zurück zu seinem Platz, mit Karussell-Pferd-Skulptur und Urkunde in der Hand sowie einer Anstecknadel im T-Shirt, bekam Mader stehenden Applaus der Versammlungs-Teilnehmer. Viele von ihnen sind mindestens genauso lang wie Mader auf dem Dachauer Volksfest vertreten und haben ihn in den Jahren schätzen gelernt. 

Seit 25 Jahren verkaufen die Bergmanns ihre Crêpes

So wie Franz Bergmann mit seiner Frau aus Nürnberg, die seit 25 Jahren mit ihrem Crêpe-Stand vertreten sind. Sie bekamen ebenfalls eine Ehrenurkunde von Tille und Bradac überreicht. Detlef Sennefelder, „seit 25 Jahren meine Rechte Hand“, wie Tille sagt, blickt ebenfalls schon auf eine lange Dachauer Volksfest-Zeit zurück. Auch heuer ist der zweite Vorstand und Kassier mit seinen Schokofrüchten und Currywurst auf der Ludwig-Thoma-Wiese dabei.

Lob für das Volksfest

Volksfestreferent Gasteiger: „Dachauer nehmen sich für das Volksfest Urlaub, man trifft immer Freunde und Bekannte, in Dachau ist es nicht so unpersönlich, wie in anderen Städten.“ Im Mix aus traditionellem und neuen Fahrgeschäften sieht er einen der Gründe für den Erfolg in Dachau. Auch Präsident Bradac fand lobende Worte: „Das Dachauer Volksfest genießt bundesweit einen sehr guten Ruf – nicht nur wegen dem Bierpreis.“ Er freue sich, dass so viele Schausteller dem Fest seit Jahrzehnten die Treue halten. 

Appell an Schausteller zu Teilnahme am Umzug

Einer von ihnen ist auch Josef Diepold aus Augsburg. Seit 1993 fährt sein „Orient-Express“ und begeistert dabei Kinderherzen. Er bezeichnet die Zeit auf dem Volksfest Dachau als „Highlight“ in seiner Saison und hatte unter dem Punkt „Sonstiges“ einen Appell an die Schausteller: „Kommt alle beim Umzug mit auf den Festwagen der Schausteller.“ So ein Umzug sei die beste Werbung, die man als Schausteller haben kann. Günter Dietz machte noch Werbung für den Kinderfestzug: „Heuer laufen 35 Gruppen mit 650 Kindern mit – das ist in Bayern einmalig.“ Er bedankte sich bei den Schaustellern für die gespendeten Fahrchips für die Kinder.

Kohr

Quelle: Dachauer Rundschau

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