Kalterbach, Torfstechen und Obergrashof

Verein Dachauer Moos plant neue Projekte und legt ein abwechslungsreiches Programm vor

Umgestürzter Baum im Wald
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Der VDM will ein großes Projekt zur Renaturierung des Kalterbachs aufsetzen – hier ein Blick auf den Oberlauf.

Die Jahreshauptversammlung des interkommunal organisierten Vereins Dachauer Moos (VDM) ging heuer virtuell über die Bühne. Spannend war sie trotzdem. 

Der Grund: Der Erste Vorsitzende des Vereins, Haimhausens Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU), sowie der VDM-Geschäftsführer Robert Rossa kündigten neue Projekte an und legten ein spannendes Programm für 2021 vor. Zudem fielen die Zahlen für 2020 besser aus als erwartet, obwohl Corona-bedingt einige Veranstaltungen abgesagt werden mussten.

Heuer will der Verein ein neues Großprojekt rund um den Kalterbach auf die Schiene setzen. Zu dessen Anrainern zählen München, Karlsfeld, Dachau, Hebertshausen und Haimhausen. Der Freistaat ist ein wichtiger Grundbesitzer, ebenso die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Schon im vergangenen Jahr vereinbarte der VDM mit dem Hebertshausener Gemeinderat die Renaturierung von 300 Meter Uferfläche im Nordosten der Kommune, deren Umsetzung heuer angegangen werden soll. Der Landschaftspflegeverband hatte zuvor schon auf Höhe des Obergrashofs einige Uferabschnitte aufgewertet.

Zu den weiteren Projekten zählt die Aufstellung einer Torstichhütte bei Eschenried, die Betreuung bestehender Blühwiesen und die Anlegung neuer Blühflächen auf den Gebieten der VDM-Mitgliedsgemeinden sowie die Fortführung einer Kooperation mit dem Weihenstephaner Lehrstuhl für Landschaftsentwicklung der TU München unter dem Titel „Neue Dachauer Moosgeschichte(n) strategisch planen und entwickeln“. „Wir haben Großes vor“, fasste Felbermeier die Pläne zusammen.

Der VDM hat sich außerdem wieder ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm im Umwelthaus am Obergrashof und der Umweltbildungsstätte an der Kaltmühlen, darunter Brotbacken, Radltouren am Schleißheimer Kanal und Würmkanal oder auch Wanderungen, etwa zu Wildkräutern am Wegesrand. Ein Höhepunkt werden die Auftritte des Waldtheaters sein. Im vergangenen Jahr nahmen trotz Corona rund 350 Kinder, Jugendliche und Kinder an den Veranstaltungen im Umwelthaus teil, immerhin konnte das Ferienprogramm sowie 13 der geplanten 40 Projekttage über die Bühne gehen.

Sieben Kommunen sind Mitglied beim VDM: Dachau, Bergkirchen, Haimhausen, Hebertshausen, Karlsfeld sowie Gröbenzell (Landkreis Fürstenfeldbruck), Oberschleißheim (Landkreis München-Land), die Landeshauptstadt sowie die Landkreise Dachau und München-Land.

An der virtuellen Versammlung beteiligten sich der Dachauer Landrat Stefan Löwl (CSU), Dachaus OB Florian Hartmann (SPD) und Münchens Vizebürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) sowie zahlreiche Bürgermeister und Ratsmitglieder aus den Kommunen. Weitere Informationen unter www.verein-dachauer- moos.de.

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