IHK fordert schnelleren Ausbau aller Mobilitätsangebote in Dachau.

Verkehrssituation spitzt sich zu

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Laut IHK soll sich auf der S-Bahn-Linie der S2 von Dachau nach Altomünster viel ändern.

Landkreis - Hinterland soll Tarifzone werden

Angesichts der zugespitzten Verkehrssituation im gesamten Landkreis verabschiedete der IHK-Regionalausschuss Dachau einen Katalog mit sechs Forderungen für die Gestaltung eines zukunftstauglichen Gesamtverkehrskonzepts. 

Der Vorstand des IHK-Regionalausschusses, bestehend aus dem Vorsitzenden Peter Fink und den stellvertretenden Vorsitzenden Christine Unzeitig und Werner Mooseder, überreichte nun den Forderungskatalog an Landrat Stefan Löwl. Während des Treffens mit ihm betonten die Vertreter der heimischen Wirtschaft die Dringlichkeit eines Gesamtverkehrskonzepts: „Um in der Lösung der Verkehrsprobleme entscheidende Schritte voranzukommen, fordern wir ein Konzept, das alle Mobilitätsangebote und Verkehrsteilnehmer einschließt und vor allem schnelles Handeln ermöglicht.“ Den Forderungskatalog hatten die Mitglieder im Oktober verabschiedet. In ihm spricht sich das Gremium unter anderem für den Bau einer Nord-/Ostumfahrung der Stadt Dachau aus.

Weitere Forderungen des IHK-Regionalausschusses rund um Unzeitig, Mooseder und Fink sind der Bau eines Entlastungstunnels in Karlsfeld sowie die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, vor allem auf und entlang der S-Bahnlinie S2 zwischen Altomünster und Dachau. Besonders unterstützen will Ausschuss die Idee von Löwl, die Angebote für den gezielten Umstieg auf den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auszubauen. Nur mit attraktiven P&R (Park and Ride)- sowie P&M-Angeboten (Parken und Mitfahren) können die Menschen schon „vor dem Stau“ abgeholt werden, ist der Ausschuss überzeugt. In diesem Zusammenhang bietet die IHK an, sich mit ihrer Expertise in die Konzeption und spätere Weiterentwicklung des geplanten Pendlerparkplatzes Breitenau einzubringen. „Bis 2037 wird unser Landkreis um 20.000 neue Einwohner wachsen. Schon heute platzen die Verkehrsflächen aus allen Nähten und die Menschen stecken beständig im Stau. Wir brauchen deshalb in der Verkehrsplanung vor allem schnell umsetzbare Lösungen. Priorität muss der Umstieg der Menschen auf den ÖPNV haben. Er muss attraktiver werden und mit seinen Angeboten wirklich überzeugen“, betonten die Vertreter des IHK-Regionalausschusses. Als ein die Bürger überzeugendes Signal bewertete der Vorstand die Forderung, die gesamte S-Bahn-Linie Dachau bis Altomünster durchgehend als eine Tarifzone auszuweisen. Dadurch werde für den Einzelnen nicht nur der wohnortnahe Umstieg attraktiver, sondern auch unnötige Autofahrten zu Bahnstationen in kostengünstigeren Tarifzonen würden vermieden. Das wäre ein echter Beitrag zum Klimaschutz. Der Vorstand sagte weiterhin: „Dem IHK-Regionalausschuss als Sprachrohr der Wirtschaft ist es sowohl aus unternehmerischer als auch Bürgersicht ein dringendes Anliegen, sich mit praxistauglichen Vorschlägen in die Debatte um das künftige Gesamtverkehrskonzept einzubringen. Gern arbeiten wir daran auch persönlich mit.“

Quelle: Dachauer Rundschau

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