Vortrag bei der Selbsthilfegruppe Parkinsontreff Karlsfeld-Dachau 

Vortrag übber Parkinson im Bürgertreff Dachau Karlsfeld
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Dr. Christian Lechner, Neurologie im Helios Amper Klinikum Dachau, präsentierte ein Gerät, dass auch in der Klinik zur Bekämpfung von Parkinson eingesetzt wird.

Parkinson ist nicht heilbar. In der Frühphase des Krankheitsverlaufs könne mit drei bis vier-maliger täglicher Einnahme von Medikamenten und mit Bewegungstherapien Bewegungsstörungen und sonstige Einschränkungen abgemildert werden.

Im Volksmund nenne man diese Phase Honeymoon Phase, erklärt Karl Walter, der Initiator der Selbsthilfegruppe (SHG) Parkinsontreff Karlsfeld-Dachau. „Nach drei bis acht Jahren medikamentöser Therapie (individuell unterschiedlich), entwickelt sich eine Therapieresistenz. Wie kann dann noch erfolgreich therapiert werden?“ Das zu erfahren war das Ziel der Informationsveranstaltung, zu der die SHG in den Bürgertreff Karlsfeld eingeladen hat.

Walter begrüßte den Referenten Doktor Christian Lechner, Chefarzt der Neurologie im Helios Amper Klinikum Dachau. Er stellte eine neue Technologie und Therapieform vor, mit der auch die Spätfolgen von Parkinson mit einer Geräte gestützten Behandlung gemildert werden kann. Das Gerät pumpt das Medikament mit einer kleinen Pumpe und einem Schlauch in den oberen Teil des Dünndarms und ermöglicht über den Tag eine gleichmäßige Verfügbarkeit der Wirkstoffe, was Wirkungsschwankungen annähernd ausschließt. Die Größe der Pumpe beträgt etwa 8,5 mal 5,5 Zentimeter. Sie wiegt zusammen mit dem Medikament 230 Gramm.

Ein Patient, der bei der HELIOS Amper Klinik Dachau bereits mit diesem Gerät ausgestattet worden ist, berichtet: „Ich habe vor etwa einem Jahr aufgrund der massiven Bewegungseinschränkungen nur noch die Perspektive „Rollstuhl und Pflegeheim“ gehabt. Während dem Vortrag konnte er mit sicherem und aufrechtem Gang die durch das Gerät herbeigeführten Verbesserungen demonstrieren.

Nach engagierter Diskussion resümierte Walter: „Parkinson ist weiterhin unheilbar, aber, diese neue Therapie lässt uns den längeren Erhalt von mehr Lebensqualität erhoffen.“

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