CSU-Wahl

Neue CSU-Kandidatin für Berlin

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Kathrin Mair aus Türkenfeld überzeugte die Delegierten mit den Punkten Heimat, Sicherheit und Gerechtigkeit.

Dachau - In einer Stichwahl nominierten 160 Delegierte aus Dachau und Fürstenfeldbruck Kathrin Mair als Nachfolgerin für Gerda Hasselfeldt im Bundestag

Die Delegierten der selbständigen CSU-Kreisverbände aus Dachau und Fürstenfeldbruck wählten am 16. November in Dachau die 35jährige Kathrin Mair aus Türkenfeld als Direktkandidatin für die Bundestagswahlen im nächsten September. Die Brucker CSU-Kreisrätin und Schatzmeisterin der Oberbayern-CSU tritt damit die Nachfolge der Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe in Berlin, Gerda Hasselfeldt an, die sich nach 30 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Der Kreisverband Fürstenfeldbruck war mit 85 Delegierten vertreten, der Kreisverband Dachau mit 75. Die Brucker hatten sich mit Mair auf eine Kandidatin geeinigt, die Dachauer führten dagegen mit Florian Schiller, Anton Kreitmair und Georg von Hundt drei Kandidaten ins Rennen.

Stichwahl mit knappem Ergebnis

Allerdings benötigte Mair, die bereits zweimal den Einzug in den Bundestag verpasst hatte, eine Stichwahl. Nach dem ersten Wahlgang erzielte Mair 71 Stimmen. Der 33jährige Vorsitzende der Dachauer CSU- Stadtratsfraktion und Kreisrat Florian Schiller kam auf 47 Stimmen, der 52jährige CSU-Landtagsabgeordnete und Bezirkspräsident des Bauernverbandes Oberbayern, Anton Kreitmair, auf 29 sowie der 43jährige Georg von Hundt, Kreisbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes, auf elf Stimmen. Die Stichwahl endete mit einem knappen Ergebnis. Von 160 Stimmen entfielen 81 auf Mair und 78 auf Schiller, eine war ungültig. „Ich habe mit einer Stichwahl gerechnet“, sagte Mair nach dem Wahlsieg. Hasselfeldt, die keinen der vier Kandidaten favorisiert hatte, kommentierte: „Alle vier Kandidaten sind fair miteinander umgegangen. Kathrin Mair hat jetzt meine Unterstützung, und ich bin überzeugt, auch die der Unterlegenen.“

Beifall für die jüngeren Kandidaten

Vor der Wahl hatte jeder Bewerber zehn Minuten Zeit gehabt, um die Delegierten von sich zu überzeugen. Den meisten Beifall heimsten dabei die jüngeren Kandidaten Schiller und Mair ein. Während Schiller sehr persönliche Worte gewählt hatte, punktete Mair mit Begriffen wie Heimat, Sicherheit und Gerechtigkeit. Dadurch, dass sie in Günding aufgewachsen sei, wo heute noch ihre Eltern leben, kenne sie beide Landkreise gut. Die Anliegen der Menschen in der Region seien für sie eine Herzensangelegenheit. Dabei hielt sie ein Notizbuch in die Höhe und sagte: „Hier habe ich in den vergangenen Monaten alle Anliegen eingetragen.“

30 Jahre Bundestagsabgeordnete

Schon vor der Wahl hatte Hasselfeldt einen spannenden Abend mit weitreichenden Konsequenzen angekündigt. Bevor sie ihre Bilanz „Bericht aus Berlin“ abgab und die Delegierten auf den Bundestags-Wahlkampf 2017 einschwor, ging die Politikerin auch auf ihren Rückzug ein. Sie wolle jetzt nicht kokettieren, aber sie werde nächstes Jahr 67, und dann werden es 30 Jahre als Bundestagsabgeordnete. Es sei heute aber keine Abschiedsrede, denn sie höre noch nicht auf, erst im September nächsten Jahres. Bis dahin werde sie ihre Arbeit im Wahlkreis, aber auch in Berlin mit vollem Einsatz wahrnehmen. Das bedeute auch, dass sie den gewählten Kandidaten im Wahlkampf voll unterstützen werde. Mit Tränen in den Augen nahm die Landesgruppenvorsitzende am Ende ihrer Ausführungen den tosenden minutenlangen Beifall der 160 Delegierten entgegen.

dme

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