Wann werden die Mieten endlich weniger?

Wann platzt die Immobilien-Blase?

+
Wann platzt die Immobilien-Blase?

Dachau - Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) veröffentlichte Boden- und Immobilienpreise für die Region München

Wann gehen die Preise runter? 

In der Region München, wo Miet- und Immobilienpreise deutschlandweit am höchsten sind, wird viel spekuliert über die Preisentwicklung am Immobilienmarkt. Jedoch lässt die Trendwende auf sich warten, wie die Daten in der neusten PV-Publikation belegen. Zur Region München gehören die Landeshauptstadt München, die acht umliegenden Landkreise Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, München und Starnberg sowie die 185 kreisangehörigen Gemeinden in diesen Landkreisen. Seit 1990 ist dieser Raum eine Wachstumsregion. Die höchsten Bodenpreisrichtwerte in der Region München lagen 2018 mit über 2.000 Euro (€) pro Quadratmeter (qm) in der Landeshauptstadt München sowie Neuried, Pullach im Isartal und Grünwald im Landkreis München. Es lassen sich „konzentrische Bodenpreisringe“ um das Zentrum München erkennen. Als „ersten Ring“ um München zeigen sich Gemeinden im Münchner Umland besonders in den Landkreisen Starnberg und München mit Preisen von 1.000 bis unter 2.000 € je qm Wohnbauland. Der daran anschließende „zweite Ring“ mit Preisen von 500 bis unter 1.000 € je qm umfasst Gemeinden in einer Entfernung von bis zu 20 bis 25 Kilometer (km) von der Münchner Stadtgrenze. Der „äußere Ring“ beinhaltet vor allem kleine Gemeinden mit Bodenpreisen von unter 500 € je qm. Neben der Nähe zu München sind auch landschaftliche Attraktivität (Seeufer), die Anbindung an die Mobilitätsinfrastruktur (Schienenhalt, übergeordnetes Straßennetz) und Faktoren der Bauleitplanung (erlaubte Bebauungsdichte) preisbildende Faktoren. Von 2010 bis zum ersten Quartal 2020 sind die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen in der gesamten Region München nominal um mehr als das Doppelte angestiegen. Der Anstieg reichte von 123 Prozent (%) im Landkreis Starnberg bis zu 207,4 % im Landkreis Landsberg am Lech. Der Preisanstieg für Häuser ist im gleichen Zeitraum aufgrund des Trends hin zu kleineren Haushalten und des hohen Budgetdrucks für einen Immobilienkauf geringer ausgefallen als für Wohnungen. Er betrug zwischen 93,6 % im Landkreis Landsberg und 132,6 % in der Landeshauptstadt München. Die Steigerung der Preise bei Neuvermietung für Bestandswohnungen lag in den vergangenen zehn Jahren zumeist zwischen 40 und 50 % (Minimum 29,7 % im Landkreis Landsberg am Lech, Maximum 55,9 % im Landkreis Dachau). Das nominale Steigerungsniveau der Mietpreise war demnach deutlich geringer als das der Kaufpreise. Die im Vergleich zu den Mieten überproportional hohen Kaufpreise bedeuten, dass die Rendite einer Wohnimmobilie stetig sinkt. 

Denn beim Hypothekenzins sind keine großen Rückgänge mehr möglich. Dennoch gilt die Investition in Immobilien in der Region München für viele Menschen und Unternehmen offenbar als sicher und attraktiv. Die Mietbelastungsquote zeigt den Anteil der Mietausgaben für eine neu angemietete Wohnung – Bestandsmieten sind teils erheblich günstiger – im Verhältnis zur gesamten Kaufkraft der Menschen, die in einer Wohnung leben, an. Ob die Corona-Krise und der durch den Lockdown Mitte März ausgelöste ökonomische Schock Auswirkungen auf die Immobilienmärkte hat, wird unterschiedlich bewertet. Das Institut der Deutschen Wirtschaft erwartet einen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien sowie der Kaufkraft. Das Immobilienmarkt-Portal immobilienscout24.de stellt dagegen, zumindest bis Ende April, keine gravierenden Veränderungen der Miet- und Preisentwicklung fest.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Innungsmeister Werner Braun will das regionale Metzgerhandwerk  fördern
Innungsmeister Werner Braun will das regionale Metzgerhandwerk  fördern
Die Gemeindebücherei Erdweg erhielt das Bücherei-Siegel in Gold
Die Gemeindebücherei Erdweg erhielt das Bücherei-Siegel in Gold
Ins Museum mit einem Krokodil
Ins Museum mit einem Krokodil
Vandalismus am Karlsfelder See
Vandalismus am Karlsfelder See

Kommentare