Warnung vor einem Gewerbegebiete-Gürtel

Dach

au (rds) Um sich nicht wie bei der Flaschenabfüllerei am Schlossberg dem Vorwurf auszusetzen, zu wenig Kontakt zu den Bürgern zu pflegen, lud die Dachauer SPD zu einem Ortstermin beim ehemaligen Schuster-Gelände südlich der Schleißheimer Straße in Dachau-Ost ein. Doch die Hoffnung, mit den Mitgliedern der neu gegründeten Bürgerinitiative (BI) Rettet das Dachauer Moos und ihren Unterstützern in eine Diskussion eintreten zu können, verwirklichte sich nicht. Von Elisabeth Schilhabel (fraktionslose Grüne), Bernhard Räpple (Bündnis für Dachau – BfD) und Bernhard Lauth (BI) fehlte jede Spur. Letzterer hatte sich in den Urlaub verabschiedet. Aber etwa 25 Bürger aus der Nachbarschaft und SPD-Vertreter / -Stadträte waren gekommen. Zunächst erläuterten der SPD-Fraktionschef im Stadtrat, Volker C. Koch, und sein Fraktionsmitglied Günter Heinritz anhand von Plänen den Ist-Zustand. Der Bauausschuss habe unlängst einen neuen Flächennutzungsplan für das ex-Schuster- und ex-Seeber-Gelände beschlossen, auf dem derzeit das Bayerische Fernsehen Dahoam is Dahoam dreht. Das Areal wird um ein 1,5 Hektar großes Stück ohne Baurecht im Nordosten gegenüber von Paula-Wimmer- und Erasmus-Reißmüller-Straße auf insgesamt 7,4 Hektar vergrößert. Dagegen und gegen turmartige Gebäude war die BI Sturm gelaufen. Aber auch die Würm sollte freier zugänglich werden und einen begleitenden Fuß- und Radweg erhalten, wie Umweltreferentin Sabine Geisler (BfD) sagte. Verboten bleiben Einzelhandel und Logistik. Der frühere BfD-Stadtrat Bruno Schachtner befürchtete als Anlieger einen Gewerbegebiete- statt eines Grün-Gürtels von der äußeren Münchner Straße übers Finkgelände und die Kiesgruben am Rande der Kleingärten an der Kufsteiner Straße und das ex-Schustergelände bis zum anschließend geplanten Karlsfelder Gewerbegebiet südlich der Schleißheimer Straße. Dieser Gürtel setze sich mit dem Gewerbegebiet Dachau-Ost bis in den Nord-Osten der Stadt fort. Dem müsse mit Grünzügen Einhalt geboten werden. Die Grünzonen müssten mindestens so breit wie bei den Bauernhöfen südlich der Schleißheimer Straße sein. Der ehemalige Schleißheimer Kanal sei ein Baudenkmal. Es gelte für Dachau-Ost Erholungs- und landwirtschaftliche Nutzflächen zu erhalten. Anwohner Gerhard Maier forderte Lärmschutzmaßnahmen gegen den starken Verkehr auf der Schleißheimer Straße.

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