Erdwegs Grundschule bekommt ebenfalls den Titel.

Weitere Schule bekommt den Titel „Schule ohne Rassismus“ verliehen

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Bei der offiziellen Titelverleihung. Die Schule bekommt den Titel „Schule ohne Rassismus“.

Erdweg - „Farbenblinde Schüler“ in Erdweg

Schüler und Lehrer der Grund- und Mittelschule Erdweg sindfarbenblind. So zumindest lautet der Text ihrer neuen Schulhymne: „Welche Farbe wir auch sind, ab heute bin ich farbenblind.“ 

Denn die Schule setzt sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung ein. Sie darf sich deshalb jetzt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. 

Das Pädagogische Institut verlieh den Schülersprechern den Titel. „Kinder und Jugendlichen lernen Respekt und menschlichen Umgang und dürfen erleben, wie gut es ist, gesehen und geachtet zu werden“, sagte Schulleiterin Petra Loibl. 

Ein gutes Miteinander sei Teil des Schulprofils, erklärte sie: „Jetzt haben wir ein noch stärkeres Fundament dafür!“ Die Schüler unterstützen das, wie die Schülersprecher Katrin Willibald und Jan Limbach betonten. „An unserer Schule sind wir jeden Tag mit Mitschülern aus einem anderen Kulturkreis in Kontakt“, sagte Willibald. „Dabei ist es wichtig, sprachliche Schwierigkeiten nicht zu menschlichen werden zu lassen.“ Schüler, Eltern und Lehrer haben Selbstverpflichtungen unterschrieben, in denen sie versprechen, keine Ausgrenzungen zu dulden. 

Zudem soll es in der Schule künftig mindestens ein Projekt pro Jahr gegen Rassismus geben. Im Vorfeld bereiteten alle Klassen bei Projekttagen Ausstellungen und Aufführungen vor. Die Drittklässlerinnen Felicitas (8) und ihre Freundin Paulina (9) haben Plakate über Kinderrechte gemacht: „Es ist wichtig, dass alle Kinder gleich behandelt werden“, erzählte Paulina. „Auch in der Klasse sollte das so sein“, fügte Felicitas dazu. Doch manche der Kinder und Jugendlichen haben im Laufe ihrer Schulkarriere selbst schon negative Erfahrungen mit Ausgrenzung gemacht. „Ich habe schon erlebt, dass Leute gesagt haben, dass ich wieder gehen soll“, erzählte Nico (12), der ursprünglich aus Serbien stammt. 

Beim Schulfest spielte er bei einem Theaterstück einen rumänischen Jungen, der im Bus auf Ablehnung stößt. Die Botschaft des Stückes: „Rassisten haben in Deutschland nichts zu sagen“, sagte Nico. Für die Grund- und Mittelschule Erdweg gilt das umso mehr.

cla

Quelle: Dachauer Rundschau

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