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Stadtwerke wollen Leittechnik auf Vordermann bringen

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Stefan Siegl und Kollegen beaufsichtigen die Leittechnik der Stadtwerke Dachau, die nach neun Jahren bereits völlig veraltet und nicht mehr erweiterungsfähig ist. Deshalb muss jetzt was Neues her. © Foto: Sponder

Dachau - In der Leitwarte des Dachauer Kraftwerks neben dem Familienbad sitzen Dieter Gruber und Stefan Siegl ausnahmsweise zu zweit, denn es ist Schichtwechsel.

Es ist ruhig, abgesehen von Anrufen fürs Anrufsammeltaxi (AST). Ihre Wand aus zehn Flachbildschirmen mutet modern an und ist doch veraltet. Das geht schnell in der elektronischen Datenverarbeitung, besonders wenn wie im Fall der Stadtwerke Dachau (SWD) deren Lieferant kurz nach der Auftragsvergabe Pleite ging und die Nachfolgefirma das System mehr schlecht als recht pflegt. Im Energiemarkt wären eigentlich andere Funktionalitäten erforderlich, zum Beispiel fürs Lastmanagement.

Die Nachteile des alten Systems

Doch das gibt es bei der 2005 in Dienst gestellten alten Leittechnik nicht, wird es bei diesem System auch nie geben. Da in der Vergangenheit außerdem stark spartenorientiert gearbeitet wurde, laufen verschiedene Systeme parallel und sind miteinander nicht kompatibel. Das ist in der Fernwirktechnik lästig und teurer. Deshalb zogen die SWD jetzt die Notbremse. In einer Vorstudie wurde 2013 die Machbarkeit für eine neue modulare Leittechnik erarbeitet. Das Ergebnis legte Technischer Werkleiter Gerald Nübel in der Sitzung des Dachauer Werkausschusses vor.

Die Vorteile des neuen Systems

SPD-Stadtrat Florian Hartmann erkundigte sich, ob die neue Leittechnik Serie oder etwas Handgestricktes nur für die SWD ist. Der Werkleiter beruhigte ihn: „Das ist sozusagen von der Stange, nur in viel kleineren Serien als bei Autos.“ „Was wird alles verbunden“, fragte Thomas Kreß (Bündnis 90/Die Grünen). „Alle wichtigen Betriebsteile“, antwortete Gerald Nübel und zählte Leitwarte, Kraftwerke, Wasserwerk, Kläranlage auf. Gruber, Siegl und Kollegen haben in drei Schichten stets alles im Blick, auch die städtischen Tiefgaragen. Das soll so bleiben, ja noch einfacher werden. Das leuchtete allen Mitgliedern des Werkausschusses ein. So dürfen die SWD weiter planen, wie das neue Konzept sich ausführen lässt. Im Sommer soll der Werkausschuss darüber abstimmen. Gut 586.000 Euro netto wird die neue Leittechnik kosten.

srd

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