Landkreis/Westallianz

Endspurt für den Räuber Kneißl

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Er ist guter Dinge, dass der Räuber-Kneißl-Radweg im Herbst befahrbar ist: Westallianz-Torurismus-Bürgermeister Helmut Zech. 

Pfaffenhofen an der Glonn/Landkreis - Die Westallianz arbeitet mit Hochdruck an ihrem Vorzeige-Tourismusprojekt, dem Räuber-Kneiß-Radweg, der im Herbst eingeweiht werden soll.

 In fast allen Gemeinderäten der Westallianz-Kommunen wurde dieser Tage über das wichtigste Tourismusprojekt des Bündnisses gesprochen: den Räuber-Kneißl-Radweg. Die Zeit drängt, doch Helmut Zech, der Vorsitzende des Westallianz-Arbeitskreises „Tourismus“ ist guter Dinge. Sehr guter Dinge sogar, denn er findet, dass Räuber-Kneißl-Radweg „ein Vorzeige-Projekt“ zu werden verspricht, wie er dem Fürstenfeldbrucker Tagblatt dieser Tage erklärte. Zech ist Bürgermeister in Pfaffenhofen an der Glonn (Landkreis Dachau). Seine Gemeinde hat die Federführung bei Räuber-Kneißl-Radweg übernommen. In der vergangenen Woche hatte sich die Projektgruppe getroffen: Neben den Repräsentanten der Westallianz-Gemeinden Gröbenzell, Maisach, Karlsfeld, Bergkirchen, Sulzemoos, Odelzhausen sowie Pfaffenhofen an der Glonn war auch die Fachleute der Spezial-Agentur Topplan vor Ort, die für die Konzeption und Realisierung zuständig sind; die Allgäuer haben schon zahlreiche Radweg-Maßnahmen im süddeutschen Raum umgesetzt, auch im Brucker Land. Im Herbst 2014 wurden die ersten Ideen diskutiert, mit der Figur des Kleinkriminellen Matthias Kneißl (1875 – 1900) im Mittelpunkt. Das Projekt wird mit EU-Mitteln realisiert. Voraussetzung für die europäischen Gelder war ein Bürgerbeteiligungsverfahren, das die Westallianz mit verschiedenen Workshops vor Ort umsetzte. Die Räuber-Kneißl-Radweg besteht im Grunde aus vier unabhängigen Rundtouren, in deren Mittelpunkt sieben Informations- und Spielstationen stehen – jede Station wird von einer der Westallianz-Kommunen betreut. 

Jede Tour ist so gestaltet, dass sie auch von Kindern problemlos bewältigt werden kann. Der Gröbenzeller Streckenabschnitt führt am Gröbenbach entlang und an der Kneippanlage vorbei, die Station behandelt „Flucht und Verfolgung“. Maisach greift den Faden mit den weiteren Ereignissen von der „Verfolgung über die Verhandlung bis zur Hinrichtung“ auf; die Kapelle in Überacker spielt dabei eine zentrale Rolle. Von der Maisacher Runde kann man direkt in eine Nordschleife abzweigen: von Wenigmünchen über Egenhofen bis nach Pfaffenhofen an der Glonn, wo Zech ein Spiel- und Abenteuergelände in der Nachbarschaft des Egenburger Sportgeländes plant. Das Thema der Infostation lautet: „Rezeption und Mystik“. In Sulzemoos ist eine eigene „Museumshütte“ geplant – Kneißl verbrachte in unmittelbarer Nähe seine Jugend. Klar, dass es hier um die Kindheit und Jugend des Räubers geht. Von dort kann man die Tour auf die Bergkirchener Schleife ausdehnen, die auch über Olchinger Gelände führt. Unterwegs können die Radtouristen nicht nur etwas über den Kneißl und seine Zeit etwas lernen (auf Infotafeln und mit einer Audio-App), sondern natürlich auch in den heimischen Gaststätten einkehren. „Wir wollen schließlich etwas für die heimische Wirtschaft tun“, schmunzelt Zech. Und auch an Radpannen haben die Kneißl-Tour-Erfinder gedacht: Jede der Stationen ist mit einer Radservice-Säule ausgestattet – dort findet man Fahrradpumpen mit Druckmesser und Mehrventilaufsätzen, Reifenheber sowie eine Vielzahl von Schrauben- und Imbusschlüsseln. Für E-Bike-Nutzer stehen kostenfreie Ladeanschlüsse bereit. Ob tatsächlich alles bis zum Herbst fertig wird, will Zech nicht garantieren. „Die Wege werden alle ausgeschildert sein und die Stationen stehen bereit.“ Doch damit das alles klappt, muss der Räuber Kneißl wohl noch einen kräftigen End- spurt hinlegen.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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