Fasching

Es wird keine neuen Faschingsprinzenpaare für die kommende Saison in Dachau geben

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Die Dachauer Faschingsgesellschaft entschied sich dieses Jahr dazu, weder das kleine, noch das große Prinzenpaar zu küren. Die Amtierenden bekommen unverhofft eine zweite Amtszeit.

Dachau - Ausgelassen Polonäse tanzen, Umarmungen mit einer Prinzessin, gemeinsames Schunkeln zum Prinzenwalzer und „Bobfahren“ mit der Partyband - so sieht der Dachauer Fasching normalerweise aus.

Mit Abstand, Maske und Hygieneregeln kaum vorstellbar. Die Faschingsgesellschaft Dachau hat sich bei ihrer Mitgliederversammlung entschieden, wie der nächste Fasching aussehen soll: „Für die kommende Saison wird es zum ersten Mal in der Geschichte der Faschingsgesellschaft Dachau keine neuen Prinzenpaare geben“, informierte Michaela Zachmann, erste Vorsitzende des Vereins. Die Entscheidung sei nicht leicht gewesen. Mit ihr entfällt auch die Proklamation, die sonst im November stattgefunden hätte, sowie die Inthronisation im Februar. Beide Veranstaltungen zogen bisher hunderte Besuchern ins Ludwig-Thoma-Haus. Vor allem die Ungewissheit, wie sich Vorschriften zu Großveranstaltungen verändern, hätte die Vorstandhaft zu dieser Entscheidung gebracht. „Über das Stattfinden der restlichen Veranstaltungen werden wir zu gegebener Zeit reagieren und prüfen, ob wird diese durchführen können“, berichtete Zachmann und meint damit Kinder- und Jugendbälle. Ganz möchte die Faschingsgesellschaft die Saison natürlich nicht ausfallen lassen. „Uns Trainern war wichtig, nicht das alte Programm nochmal zu tanzen, sondern ein neues auf die Beine zu stellen“, erzählte Sandra Novszki. Alle fünf Gruppen, von der Mini-Garde bis zur großen Showtanz-Gruppe, hätten bereits ihre ersten Trainings absolviert. „Falls im nächsten Jahr Faschings-Veranstaltungen stattfinden, können Interessierte uns buchen“, klärte Zachmann auf. „Die Auftritte sind eine wichtige Einnahmequelle für die Vereinskasse“, erklärte sie weiter. Wer die Faschingsgesellschaft mit Prinzenpaar buchen möchte, muss nicht darauf verzichten: „Die noch amtierenden Prinzenpaare werden uns unterstützen und diese Saison zu Verfügung stehen“, kündigte die Vereinsvorsitzende an. So bekommen Markus I. und Manuela I. sowie das Kinderprinzenpaar Liam I. und Isabella I. unverhofft eine zweite Amtszeit. Das Ehe- und Prinzenpaar Mahl freut sich, dass sie wieder die Unterstützung ihrer beiden Kinder und Familien bekommen, denn schließlich muss ein Prinzenpaar sein Leben nach den Faschingswochen planen.

mik

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