Haimhausens Bürgermeister kommt an seine Grenzen

Wohin mit Haimhausens Kindern?

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Passend zum Gemeinderats-Thema „Kinder-Betreuungs-Plätze in den kommenden Jahren“ gratulierte Bürgermeister Felbermeier (links) dem CSU-Gemeinderat Josef Heigl junior (rechts) der zum zweiten Mal Vater geworden war.

Haimhausen - Der Bund plant einen Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für Grundschüler ab dem Jahr 2025/2026.

Ein Bedarfskonzept für Kinder-Betreuungs-Plätze in den kommenden zehn bis 15 Jahren zu erarbeiten, dafür stimmten die Haimhausener Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung. Nicht so ganz glücklich ist dabei Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU) – besonders mit der Berechnungsweise, wie der Freistaat den Kommunen die Plätze genehmigt und bezuschusst. 

Als die von der Gemeinde gebaute Krippe genehmigt wurde, gingen die staatlichen Planer davon aus, dass nur ein Drittel der null- bis dreijährigen Kinder in die Krippe gehen würden, sagte Felbermeier. Doch schon bei der Einweihung waren alle Plätze ausgebucht und die Einrichtung bereits viel zu klein. Deshalb forderte er, flexibler und angebotsorientiert zu denken: „Wir brauchen bei der Bedarfsplanung einen Puffer.“ Nachdem, laut Felbermeier, der Bund ab 2025/2026 einen Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für Grundschüler plant, wollte Christina Meckl (Überparteiliche Wählergemeinschaft ÜWG Haimhausen) wissen, was das für Haimhausen bedeute. Den Frust hörte man Felbermeiers Antwort schier an, als er antwortete: „Wir haben nichts an die Hand bekommen, wie sich das entwickelt. Wir wissen, wir müssen etwas machen, aber keiner hat uns gesagt, was und wie.“ Jede Einrichtungsart (gebundene oder offene Ganztagsschule, Hort oder Mittagsbetreuung) habe jedoch einen anderen Flächenbedarf. 

Der seit 1991 bestehende Kindergarten des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ist direkt neben der neuen Krippe der Gemeinde angesiedelt. Deshalb fragten Dorothea Hansen (Bündnis 90/die Grünen) und Thomas Mittermair (CSU), ob da nicht ein Träger für beide Einrichtungen besser wäre. Das solle man überlegen, entgegnete der Rathauschef, wenn der BRK-Kindergarten renoviert werde, was nach rund 30 Jahren zwar sinnvoll wäre, aber aufgrund der Corona-bedingt angespannten Haushaltslage vielleicht noch etwas warten müsse. Keine Antwort konnte der Bürgermeister Christian Stangl (FDP) zu seiner Frage in Bezug auf den Quasi-Kindergarten der Business School International (BIS) geben. Die Mehrzahl der Kinder dort komme von außerhalb, weshalb der Gemeinde auch keine Informationen über deren Zahl vorlägen.

srd

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