Freundschaftliches Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland.

Wolfgang Moll besuchte Oradour sur Glane zum 75. Gedenkfeiertag

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Die Ruinen in Oradour sind noch genauso, wie sie 1944 beim Angriff der SS-Waffen zerstört wurden. Nach einem Rundgang durch die Stadt und ihrem Mahnmal, legten Politiker, wie hier Wolfgang Moll, Blumenkränze nieder.

Dachau - Deutsch-französisches Gedenken

642 Zivilisten, darunter überwiegend Frauen und Kinder, starben am 10. Juni 1944 beim Massaker, im französischen Oradour sur Glane. Die Waffen SS ermordete sie auf grausame Weise. Am Montag, 10. Juni fand der 75. Gedenktag statt. Dachau pflegt seit 2009 Kontakt zur Kleinstadt nahe Limoges. Dadurch entstand ein freundschaftliches Verhältnis, das regelmäßige Besuche und Gegenbesuche pflegten. Heuer vertrat Wolfgang Moll, Stadtrat und Referent für Tourismus und Städtepartnerschaften, die Stadt Dachau in Frankreich. Es waren verglichen mit früheren Jahren sehr viele deutschsprachige Repräsentanten, allen voran der Botschafter von Österreich, Michael Linhart und die deutsche Generalkonsulin, Frau Verena Gräfin von Roedern, zu Gast. Die Feierlichkeiten begannen mit einer Messe in der Kirche der Kleinstadt. Im Anschluss daran erinnerten Bürgermeister Philippe Lacroix und die Generalsekretärin des französischen Verteidigungsministeriums in ihren Ansprachen an die Einzelheiten der Grausamkeiten von vor 75 Jahren am Rathausplatz und bedankten sich bei den eingesetzten Soldaten. Anschließend ging es in einer Prozession zu allen Mahnmalen der knapp 3000 Einwohner großen Gemeinde und durch die seit 1944 unberührte Ruinenstadt selbst. Dort löste sich sich der Gedenktag mit dem Niederlegen von Kränzen durch Institutionen und dem Bedanken bei den Veteranenverbänden auf. Äußerst emotional waren die Wortbeiträge des 94 Jahre alten, letzten Zeitzeugen Robert Hebras und allen Mitgliedern der Märtyrerfamilie, allen voran Claude Milord.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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